Die Magdalena-Neff-Schule in Ehingen meldet beim Alb-Donau-Kreis Bedarf für mehr Unterrichts- und Arbeitsräume an. Und das, obwohl für die berufliche Schule, zu der auch ein sozialwissenschaftliches Gymnasium gehört, erst 2009 ein neues Domizil gebaut und dasselbe 2016 noch einmal erweitert wurde.

Erweiterung von 2016 schon überholt

Doch auch diese Erweiterung wurde mittlerweile von den steigenden Schülerzahlen überholt, wie Martin Butter, der Schulleiter der Neff-Schule, am Montag im Ausschuss für Bildung des Kreistages Alb-Donau ausführte. Inzwischen hat die Neff-Schule 538 Schülerinnen und Schüler – 2015, als die letzte Erweiterung der Schule beschlossen wurde, waren es noch 485. Durch dieses Wachstum ist es inzwischen für die Schule auch notwendig, Räume der benachbarten gewerblichen Schule zu nutzen. „Für den Unterricht in den entsprechenden Programmen sind diese Räume sogar optimal“, sagte Butter.

Während das neue Gebäude der Neff-Schule eine sehr gute Arbeitsatmosphäre und technische Ausstattung biete, fehle es darin vor allem an Arbeits-, Vorbereitungs- und Aufenthaltsräumen. Für die Lehrkräfte der Schule gibt es Butter zufolge 70 Quadratmeter solcher Räume statt wie eigentlich vorgesehen 280, für Schülerinnen und Schüler nur 50 statt dem Soll von 130 Quadratmetern.

Kein konkreter Bedarf benannt

Konkrete Angaben dazu, wie viele zusätzliche Räume die Schule absehbar braucht konnte Butter auf Rückfrage der Abgeordneten Gisela Steinestel (Grüne) nicht machen. Das hinge nicht von der Zahl der Schüler insgesamt ab, sondern auch davon, wie viele Klassenzüge es in bestimmten fachlichen Programmen gibt.

In der Diskussion über eine mögliche Erweiterung der Neff-Schule mahnte Landrat Heiner Scheffold (parteilos) Zurückhaltung an: „Es gibt auch in anderen Schulen Sanierungsbedarf.“ Scheffold verwies außerdem darauf, dass beim 2016 fertig gestellten Anbau ein Wachsen der Schule eingeplant worden sei.

Neff-Schule bekommt neue Aufgabe

Sebastian Wolf (CDU) schlug vor, eher zusätzliche Räume anzumieten statt bauliche Investitionen anzustrengen, um auf möglicherweise nur temporäre Entwicklungen zu reagieren, die einen größeren Bedarf an Räumen zur Folge haben.

In derselben Sitzung des Kreis-Bildungsausschusses, in der die Neff-Schule ihre aktuelle Situation und die steigende Auslastung erklärte, wurde auch beschlossen, dass die Schule eine neue Aufgabe bekommen soll. An der Ehinger Schule und der Valckenburgschule Ulm sollen im Zug der Reform der Pflegeberufe die Schulungen von Pflegepersonal stattfinden, die notwendig sind, um eine neu geschaffene Rolle in der praktischen Begleitung von Auszubildenden in der Pflege einzunehmen. Für die Einrichtung dieses Angebots, die der Kreistagesausschuss einstimmig beschloss, gebe es positive Signale vom Regierungspräsidium. Dort wird letztlich darüber entschieden werden.