Bauarbeiten Die zweitschlechteste Straße Schelklingens

In schlechtem Zustand: die Mühlstraße in Hütten.
In schlechtem Zustand: die Mühlstraße in Hütten. © Foto: Schultheiß
Hütten / JOACHIM SCHULTHEISS 13.07.2018
Die Ortschaftsräte in Hütten haben darüber beraten, welche Mittel sie aus dem Haushalt 2019 beantragen sollen.

Welche Finanzmittel Hütten für den Haushalt 2019 der Stadt Schelklingen beantragen soll – darüber haben die Ortschaftsräte am Mittwoch beraten. „Das Teeren der Mühlstraße ist der teuerste Posten“, sagte Ortsvorsteher Stefan Tress. 70 Euro pro Quadratmeter koste das Abfräsen des alten und das Aufbringen des neuen Straßenbelags. Damit lande man bei etwa 60.000 Euro. Die Maßnahme sei nötig, da die Mühlstraße in Hütten die zweitschlechteste Straße im Schelklinger Stadtgebiet sei. Der Unterbau der Straße sei aber in Ordnung. Früher habe sich das Hüttener Dorfleben in der Mühlstraße abgespielt. Heute gebe es dort viele leer stehende Gebäude. Es sei daher wichtig, in die Planung der innerörtlichen Entwicklung einzusteigen, sagte Tress. Die Kosten dafür veranschlagte er mit 25.000 Euro.

Neue Heizung für die Halle

Auch bei der Schmiechtalhalle gibt es weiteren Investitionsbedarf. Nach der erfolgreichen energetischen Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes stehe der Einbau einer neuen Heizung über kurz oder lang bevor. 25.000 Euro müssen hier eingeplant werden. Für 48 neue Tische mit je sechs Stühlen sind 40.000 Euro fällig. Die alten Tischgarnituren sei zum großen Teil in grenzwertigem Zustand. Vorrang habe aber die Erneuerung der Heizung. Zudem sei ein Neuanstrich der Halle für 16.000 Euro notwendig. 5000 Euro wären für eine Verbesserung der Akustik im Multifunktionsraum wichtig. Der Raum wird von Gruppen wie den Pfadfindern genutzt. Weitere 4000 Euro sollen für die Erneuerung des maroden Zauns um das Wasserrad in Talsteußlingen beantragt werden. Die Ortschaftsräte stimmten diesen Vorhaben und zudem noch einer Reihe weiteren mit geringerem Investitionsbedarf einstimmig zu. Außerdem soll die Erhöhung der Pauschalen für die Instandhaltung von Feldwegen und der Schmiech beantragt werden. Die Albwassertour ist am 1.Mai eingeweiht worden, die Beschilderung stehe, berichtete Tress. Ein Schafhirte ziehe zwecks Landschaftspflege demnächst wieder von Justingen aus durch Hütten.

Zwischen Spielplatz und Kräutergarten beim Biosphärencenter baut Stefan Ströbele gemeinsam mit Flüchtlingen aus dem Oberen Schmiechtal einen Barfuß-Pfad. Den zunehmenden Tourismus im Schmiechtal finde er gut, sagte Tress, beklagte aber, dass sich Einzelne beim Kanufahren auf der Schmiech nicht an die Vogelschutzzeiten halten. Denn erlaubt sei das nur von Juni bis August. Paul Starzmann sah das Problem eher bei den vielen Hunden, die an der Schmiech ausgeführt werden. Gunter Kiem sprach den Lärm durch Lastwagen und Motorräder an. „Wir sind jetzt im Vorstadium zum Lautertal. Und das Lautertal hat jetzt eine Begrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde“, sagte Tress dazu.

Neues Grabfeld für Urnen auf dem Friedhof

Friedhof Für den Friedhof schlug Tress die Einrichtung eines Urnengemeinschaftsgrabfeldes vor. Begonnen werden solle zunächst mit einem Platz für acht Urnen. Das Grabfeld soll nach den Vorstellungen des Ortsvorstehers oberhalb der bereits bestehenden Urnengräber entstehen. Mit 10.000 Euro sollte die Stadt dafür in Vorleistung treten. Als Vorbild für die Grabanlage nannte Tress die Anlage in Schmiechen.

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