Mittelalter Die Ritter in Justingen

Anne Laass 13.07.2015
Eine Art Zeitreise in die Vergangenheit war am Wochenende in Justingen möglich. Bei der 925-Jahr-Feier des Ortes traten die Württemberger Ritter bei zwei Turnieren auf. Dabei war Klaus Gaus als Anselm von Justingen der lokale Held des Geschehens
Viel geboten war am Wochenende in Justingen. Zwei Ritterturniere, das Lagerleben der Ritter und der Mittelaltermarkt lockten viele Besucher an. Dabei war auch Klaus Gaus als Ritter Anselm von Justingen aktiv. Der wirkliche Anselm von Justingen lebte vor rund 800 Jahren und spielte eine wichtige Rolle in der deutschen Geschichte. Die Stauferstele vor der Justinger Kirche erinnert an ihn. Am Wochenende schilderte Ingrid Böhner, die als „Dame von Laichingen“ bei den Württemberger Rittern mitwirkt, Anselms Geschichte und seine Dienste für den Kaiser. „Die Kirche war bei dem Vortrag gut besucht“, berichtet Justingens Ortsvorsteher Jürgen Stoll. „Das hat viele interessiert.“ Auch sonst fällt das Fazit in Justingen nach dem Mittelalter-Wochenende bestens aus. Rund 1600 Besucher strömten am Samstag und Sonntag in den Ort. „Mit so viel Andrang hatten wir gar nicht gerechnet“, sagt Stoll. Es kamen sogar so viele Gäste, dass der Wochenendvorrat an Steaks, Würsten und Gulaschsuppe schon nach dem Samstag aufgebraucht war. „Wir konnten zum Glück Nachschub besorgen“, berichtet der Justinger Ortsvorsteher. Die enorme Besucherzahl sei sicher auch dem perfekten Wetter zu verdanken gewesen, sagt Stoll. Auch das Festgelände in der Ortsmitte habe die Gäste sichtlich angesprochen. Die Markthändler seien ebenfalls zufrieden gewesen. Mittlerweile ist alles schon wieder aufgeräumt in Justingen. Aber die Gedanken gehen weiter: Eine Wiederholung des Mittelalter-Fests sei nicht ganz ausgeschlossen, sagt der Ortsvorsteher.