Ehinger Volksfestplatz Zirkus Charles Knie gastiert in Ehingen

Ehingen / Christina Kirsch 18.08.2018

Metallisches Klirren und Zurufe in allen möglichen Sprachen hörte man gestern auf dem Volksfestplatz. Der Zirkus Charles Knie baute sein großes Zelt auf und alles lief mit der Präzision eines eingespielten Teams. „Wir haben gestern noch in Nördlingen gespielt und unsere nächste Station ist Immenstadt“, sagt Pressesprecher Patrick Adolph.

96 Personen, vom Ansager bis zum Popcornverkäufer und Trapezkünstler, haben auf dem Platz ihre Wohnwagen aufgebaut. Rund 40 Leute gehören zum Aufbauteam des Zeltes, das in gut zwölf Stunden errichtet ist. Manche Tiere wie die Kamele, Dromedare, Strauße und exotischen Rinder grasten bereits auf der Wiese, während die Artisten teilweise beim Aufbau selber mit Hand anlegten. „Wir haben ein völlig neues Programm“, sagt Patrick Adolph.

Zu den Attraktionen gehören 13 Großkatzen, die gestern ebenfalls faul in ihren Gehegen lagen. Ein Tiger hatte es sich in einem Wasserbassin gemütlich gemacht. Der britische Dompteur Alexander Lacey wird die gemischte Raubtiergruppe zeigen, mit der er bereits beim Internationalen Circusfestival von Monte Carlo Preise abräumte. „Besucher fragen beim Zirkus immer wieder nach exotischen Tieren“, erklärt Patrick Adolph. Deshalb habe man die Raubtiernummer engagiert.

Zu den Attraktionen gehören aber auch die Artisten, die wie die Truppe Messoudi aus Australien eine ausgefeilte Handstandartistik zeigen. Die sechsköpfigen „Flying Wulber“ aus Italien, Chile und Venezuela werden durch die Kuppel wirbeln und den legendären dreifachen Salto mortale zeigen. Auf nur wenigen Quadratmetern einer speziellen Plattform zeigt das Duo Medini waghalsige Tricks der Rollschuhartistik. Und zu einem Zirkus gehören auch Pferde. Mehr als 20 der Tiere werden in verschiedenen Formationen durch die Manege traben.

Bestimmter Menschenschlag

In einem Zirkus versammelt sich ein ganz bestimmter Menschenschlag, der das unstete Leben auf engem Raum zusammen mit den Tieren liebt. Manchmal ergibt sich auch die große Liebe. Erstmals treten die Artistin Tatiana Kundyk und Clown Henry gemeinsam auf. Man serviere dem Publikum „Spaghetti carbonara“, verrät der Clown aus Venezuela, der auch ungeschminkt seine Späße macht.

Die Schlappseil-Artistin kommt ursprünglich aus dem Varieté. Sie sei in Ibiza aufgetreten und Henry habe dort Urlaub gemacht, erzählen die beiden im Gespräch, die in ihrem Wohnwagen eine extra beleuchtete Vitrine für ihre Trophäen eingerichtet haben. Der Zirkus sei noch schwieriger als Varieté, sagt die Artistin. Ständig müsse man die Aufbauten neu justieren. Ihr Freund Henry gilt als einer der besten Clowns der jüngeren Generation und war ein Star in Südamerika, bevor er sich dem Zirkus Charles Knie anschloss.

Info Aufführungen Samstag um 16 Uhr und um 20 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr und um 15 Uhr.

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