Berg Die Jazzband 47 lockt ihre Fans nach Berg

Berg / INGEBORG BURKHARDT 07.01.2012
Den Fans der Jazzband 47 ist zum Dreikönigsjazz in Berg kein Weg zu weit. 170 kamen aus dem weiten Umland in die Brauerei-Wirtschaft Berg, um "ihrer Band" und deren Gastsängerinnen zu lauschen.

120 Titel hat die Jazzband 47 in ihrem Repertoire. Weil seit dem ersten Dreikönigsjazz vor 23 Jahren - damals noch in Rottenacker - immer mehr Fans kamen, zog die Gruppe mit dieser Veranstaltung fünf Jahre später in die Brauereiwirtschaft nach Berg um. Dass im Laufe der Jahrzehnte bei diesem Konzert zum Jahresbeginn so mancher Titel immer wieder interpretiert wird, spielt bei diesem Event keine Rolle, denn man kennt sich und viele sind auch persönlich eingeladen worden. Und außerdem habe man, wie Manfred Walter bei seinen gewohnt heiteren Ansagen meinte, deshalb den Eintrittspreis auch etwas günstiger gemacht.

Zum dritten Mal waren am Donnerstag Fans aus dem Raum Bayreuth gekommen. Unter den 170 Besuchern waren auch bekannte Gesichter aus dem Raum Ehingen auszumachen, doch der Großteil der Fans war aus dem Ulmer Raum gekommen. Oder aber von oder über die Alb. Dafür wurden sie von der Band sowie den Gaststars Sylvia Ernst aus Ludwigsburg mit ihrem Gitarristen Detlev Hoche und Doris Groß aus Ulm an diesem Abend drei Stunden lang mit Blues, Swing, Songs aus Musicals, Schlagern und Chansons verwöhnt. Da reichte am Ende natürlich ein einfaches musikalisches "Buona Sera" nicht und so gab es im Saal der Brauerei-Wirtschaft noch manche Zugabe.

Mit "Jingle Bells" und der "Bourban Street Parade" hatten Manfred Walter (Bass), Karl Schlegel (Schlagzeug), Tom Hergoeth (Banjo), Manfred Pfütze (Kornett), Hermann Schacher (Klarinette und Piano) sowie Horst Guist (Saxophon) den Abend eröffnet und mit "Hello Dolly" den ersten Abstecher zu den Musicals gemacht, ehe sie wieder zum Blues zurückkehrten oder zu Gospel übergingen. Peter Weber, Stamm-Saxophonist der Band, saß an diesem Abend im Publikum - er kann krankheitshalber derzeit nicht spielen und bekam gute Wünsche für eine rasche Genesung.

Mit "Bei mir biste schön" trat Sängerin Sylvia Ernst mit den Jazzern ans Mikrophon und begeisterte als Solistin, begleitet von ihrem Gitarristen Detlev Hoche und Schlagzeuger Karl Schlegel: Songs wie "Frauen sind keine Engel", "Big Spender" und "Its wonderful" kamen bestens an. Mit der Moritat von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper stiegen die Musiker mit der Sängerin in den dritten Teil des Abends ein, in dem Sängerin Doris Groß mit "O Holy Night" auch einen Hauch von Weihnachten in den Saal brachte, ehe die Band mit dem "Baisin Street Blues" an Josephine Baker erinnerte.