Geschichte Die Geheimnisse der Gruft in Justingen

Totenschädel: So sah die Grabkammer unter der Kirche in Justingen aus, als sie vor einigen Jahren geöffnet wurde.
Totenschädel: So sah die Grabkammer unter der Kirche in Justingen aus, als sie vor einigen Jahren geöffnet wurde. © Foto: Burkhardt
Justingen / Bernhard Raidt 20.06.2018

Spannendes geht vor sich in der Justinger Kirche St. Oswald. Bei der Innenrenovierung des Gebäudes vor einigen Jahren öffneten Arbeiter die Gruft des Gotteshauses. Dort wurden einst Tote bestattet. Fachleute exhumierten die Gebeine der Verstorbenen und entnahmen die Grabbeigaben. Bis jetzt lagen die Funde beim Landesdenkmalamt, Experten haben sie dort untersucht. Jetzt werden die Ergebnisse der Forschungen am Samstag, 30. Juni, in Justingen vorgestellt. Dr. Beate Schmid vom Landesdenkmalamt berichtet um 17.30 Uhr in einem Bildvortrag über die Gruft und die Bestattungsbeigaben. Zudem werden die Gebeine von drei Verstorbenen wieder in die Gruft überführt und dort beigesetzt. Mit einem Requiem um 14 Uhr erhält diese Beisetzung der Gebeine einen zeremoniellen Rahmen.

Mitglieder des Adels

Wer sind nun aber die Toten, die in der Gruft gefunden wurden? Harald Bloching, der zweite Vorsitzende des Justinger Kirchengemeinderats, verweist auf den Vortrag der Wissenschaftlerin. Genaue Details seien ihm auch nicht bekannt, sagt Bloching. Nur soviel: Es handelt sich offenbar um Mitglieder der Freybergschen Adelsfamilie. Pater Hubertus Freyberg ist denn auch der Hauptzelebrant des Gottesdienstes, in dem seine Vorfahren wieder bestattet werden.

Fachmännisch zugemauert

Wer sich für die Gruft und die Geschichte der dort bestatteten Toten interessiert, kann die Gruft am Samstag von 10 bis 12.30 Uhr besichtigen. Übrigens wohl zum letzten Mal für lange Zeit. Denn nach dem Gottesdienst verschließt Maurermeister Josef Bronner aus Justingen die Gruft wieder fachmännisch.

Bei der Innensanierung der Kirche wurde übrigens auch der Zugang zur Gruft gefasst und die Gräber in der Gruft wieder geordnet – in früheren Zeiten hatte es dort Zerstörungen gegeben.

Info Der Info-Vortrag zur Gruft in Justingen ist am Samstag, 30. Juni, um 17.30 Uhr. Von 10 bis 12.30 Uhr kann die Gruft besichtigt werden, um 14 Uhr ist der Gottesdienst zur Rückführung der Gebeine der Verstorbenen.

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