„Bei der Bierkultur steigt jeder ein“ – die Marke Bierkulturstadt Ehingen sei ein wichtiges Marketing-Mittel für die Große Kreisstadt. Dies betonte Stadtmarketing-Beauftragter Rolf Koch am Donnerstag im Gemeinderat, als er Rechenschaft über seine Arbeit ablegte. Dies hatte die CDU-Fraktion beantragt, wie Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel betonte.

Einer der Schwerpunkte Kochs lag beim Tourismus, der einen großen Wirtschaftsfaktor darstelle. „Im Jahr 2000 war Ehingen noch ein weißes Blatt, seither hat sich vieles getan.“ Im Jahr 2000 hatte Koch das Stadtmarketing in Ehingen übernommen. So seien die Übernachtungszahlen in den vergangenen knapp 20 Jahren von rund 30.000 auf gut 75.000 gestiegen, sagte er, die rund 26.000 Übernachtungen von 25 Kleinbetrieben mit wenigen Betten noch gar nicht eingerechnet. Dies erbringe mehr als 50 Millionen Euro touristische Umsätze im Jahr sowie für die Stadt Steuereinnahmen von mehr als 800.000 Euro. Ein „Riesen-Ding“ sei speziell auch der Wohnmobil-Tourismus. „Der boomt.“

Kampf um die Innenstadt

Das zweite große Thema war der Innenstadtbereich an sich. „Die Innenstädte sind im Überlebenskampf.“ Dabei komme es darauf an, auf Individualität, also auf besondere Merkmale, und auf Authentizität, also Echtheit und Glaubwürdigkeit, zu setzen. Den Kampf mit den Internet-Giganten aufzunehmen bringe nichts, der sei für die Ehinger Einzelhändler ohnehin nicht zu gewinnen. Vielmehr sollten die Geschäfte auf ihre Vorzüge bauen: Einkaufserlebnis („spüren, riechen, fühlen“) und gute Beratung. Es gelte zudem, die Kundenfrequenz zu steuern und so mehr Umsätze zu erzeugen. So könnte etwa ein Ehinger Hotel zu einem Pauschalpreis noch einen Gutschein eines Bekleidungsgeschäfts beilegen.

Einige Räte stellten Rolf Koch im Anschluss Fragen, auch kritischer Art. Einzig Viola Moll, die über den Gewerbeverein HGV viel mit Koch zusammengearbeitet hat, sprach Lob aus. Oftmals gelte ja „der Prophet im eigenen Land“ weniger. Doch leiste Koch gute Arbeit. „Mehr kann man nicht erreichen, wir sind auf einem guten Weg“, sagte die Geschäftsfrau.

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