Verein Die Alb wächst immer weiter

Im Vereinsheim der Eisenbahnfreunde herrschte gestern reger Betrieb. Zum „Tag der offenen Tür“ kamen viele große und kleine Besucher.
Im Vereinsheim der Eisenbahnfreunde herrschte gestern reger Betrieb. Zum „Tag der offenen Tür“ kamen viele große und kleine Besucher. © Foto: Joachim Schultheiß
Schelklingen / Von Joachim Schultheiß 14.08.2018

Die Schwäbische Alb und markante Bauwerke im Maßstab 1:160: Die Eisenbahnfreunde Schelklingen bauen die Region auf ihrer großen Anlage in der Spurweite N nach. Am Sonntag haben sich viele Besucher beim „Tag der offenen Tür“ im Vereinsheim im Schelklinger Längental ein Bild davon gemacht, was die aktiven Vereinsmitglieder seit ungefähr fünf Jahren umtreibt.

Etwa 100 Weichen und 200 Meter Gleise sowie mehrere Kilometern Kabel habe man bereits verbaut, erläuterte Karl Mößlang, der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde. Ein Ende der Ausbau-Arbeit sei nicht abzusehen. Über der Anlage thront ein maßstabsgerechtes Modell der Burg Derneck im Großen Lautertal. Das Modell eines Kalksteinbruchs bei Blaustein gehört ebenso zur Anlage wie der Hohle Fels bei Schelklingen. Die Hobbybastler haben auch ein Hülenfest auf der Alb nachgestellt. Gleich daneben konnten die Besucher die Entwicklung der regionalen Landwirtschaft über die Jahrzehnte hinweg betrachten.

Warten im Schattenbahnhof

Um die 70 Züge werden auf der Anlage gleichzeitig über eine Software gesteuert, erläuterte Mößlang. Etwa zwölf Züge sind gleichzeitig auf der Anlage unterwegs, der Rest steht im Schattenbahnhof darunter und wartet auf seinen Einsatz.

Die Jugendgruppe des Vereins möchte den erwachsenen Bastlern in nichts nachstehen. Auf ihrer Anlage in der Spurweite H0 haben die Jugendlichen neben vielen Alltagsszenen und Landschaften zum Beispiel das Kalkofenmuseum bei Untermarchtal detailgetreu nachgebaut.

Im Vorraum führte Heinrich Jareczko zusammen mit seinem Sohn Jack und Finn Häfele Automodelle vor. Der Clou: Die Bastler haben die kleinen Pkw und Lkw mit einer Funksteuerung ausgestattet. Für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen oder Würstchen und verschiedenen Getränken hatten die Eisenbahnfreunde das benachbarte Musikerheim mit einbezogen. Dort betreute Mario Ciresa, als Beisitzer im Vereinsvorstand aktiv, die im Gebäude aufgebaute Garteneisenbahn. Vor allem Kinder erfreuten sich daran und durften die mit Salzletten beladenen Züge selbst steuern. „Die Schelklinger kennen die Bahn als das Schnapszügle an unserem Stand beim Stadtfest“, sagte Ciresa.

Ferner war im Musikerheim eine Ausstellungsanlage der Spurweite H0 zu sehen. Ausstellungsanlage deshalb, weil sie zusammenklappbar und gut zu transportieren sei, erläuterte Ciresa. Die Mitglieder nehmen sie daher häufig mit zu Ausstellungen.

Seit 2001 in Schelklingen

Verein Die 1989 gegründeten Eisenbahnfreunde Blaubeuren sind seit 1998 ein Verein und 2001 nach Schelklingen umgezogen. Seither lautet der Vereinsname Eisenbahnfreunde Schelklingen. Der Verein zählt etwa 50 Mitglieder, zwölf davon sind Jugendliche. Jeweils sechs bis acht Jugendliche und Erwachsene sind nach den Worten des Vorsitzenden Karl Mößlang aktive Modellbauer. Zweimal pro Woche, am Mittwoch und Freitag jeweils um 19:30 Uhr, treffen sich die Erwachsenen. Die Jugendlichen treffen sich samstags um 14 Uhr für zwei Stunden im Vereinsheim im Längental. Neue Mitglieder sind gerne gesehen, wie ein Schild vor dem Vereinsheim verkündet.

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