Friedhof Der zu hohe Weg in Ehingen wird nachgebessert

Ehingen / Andreas Hacker 09.10.2018

Die gute Nachricht für viele vor allem ältere Ehinger kam am Dienstag um 16.24 Uhr: Da teilte Bettina Gihr als Sprecherin der Stadt auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE mit, dass der neu gepflasterte Weg am Friedhof in Ehingen nachgebessert wird. Mit der Sanierung des Weges sei die Stadt auch dem Wunsch von Bürgern nachgekommen, die unebene Oberfläche zu beseitigen, erklärt Gihr, aber nachdem die beauftragte Firma entsprechende Betonpflastersteine eingebaut habe, sei deutlich geworden, dass am Weg nachgearbeitet werden muss. „Die entsprechenden Arbeiten werden in den nächsten Tagen beginnen.“

Damit zeichnet sich eine Korrektur jener Maßnahme ab, die in den vergangenen Tagen sehr viele Besucher auf dem Friedhof enorm beschäftigt hat. „Die Leute schimpfen wie die Rohrspatzen“, sagt einer, der nicht genannt werden will, aber häufig auf dem Friedhof ist, und fragt: „Wie kann man den Weg nur so anheben? Überall in der Stadt versucht man, Barrieren abzubauen und hier schafft man neue Stolperfallen.“

Ausführlich beschrieben hat die neue Situation Dr. Robert Buck aus Lörrach in einem Brief an die SÜDWEST PRESSE. Der gebürtige Ehinger, der regelmäßig das Grab seiner Eltern besucht, hat mit Überraschung festgestellt, dass der Hauptweg im alten Friedhof erneuert worden ist: „Eigentlich eine lobenswerte Aktion, denn der alte Weg war eine einzige Buckelpiste. Doch wie wurde dieses Vorhaben umgesetzt? Der neue Weg ist deutlich breiter geworden und schrammt nun im Fünf-Zentimeter-Abstand an einigen Grabeinfassungen vorbei. Er ist auch deutlich höher geworden und so liegen nun etliche Gräber unter der Wegkante. Wehe, Du machst aus Versehen einen Schritt daneben, schon liegst Du im Grab. Und für die Grabpflege musst Du regelrecht zum Grab hinabsteigen. Ein Paradebeispiel für eine Pfuscharbeit – gefährlich noch dazu. Dabei wäre es doch so einfach gewesen: Den alten Teerbelag abtragen, die Fläche eben walzen, die Pflastersteine auflegen, fertig. Herausgekommen ist stattdessen ein überdimensionierter Hochweg mit gefährlicher Fallkante. Da wäre die alte Buckelpiste immer noch besser gewesen. Ich empfehle der Stadt Ehingen, den Friedhofsweg nachzubessern. Wie? Einfach die Pflastersteine wieder rausnehmen und den Weg tiefer legen und etwas schmäler machen.“

Bleibt die Hoffnung vieler Besucher, dass die Nachbesserung bald erfolgt, denn Allerheiligen ist nah und mancher hat sich schon Sorgen gemacht, wie man das Grab nun für den hohen Feiertag herrichten soll.

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