Von der Donau nach Heilbronn in vier Tagen: Der 350 Tonnen schwere Tross, der am Pfingstmontag Ehingen passierte, transportierte einen Kamag-Brammentransporter aus dem Ulmer Donautal, der nach Gent geliefert werden soll. Die Spedition Kübler hat sich auf solche Transporte spezialisiert und hatte einige Begleitfahrzeuge mitgeschickt.

An den Kreisverkehren mussten jedoch zunächst die Schilder abmontiert werden, damit das Fahrzeug den Kreisverkehr überfahren konnte. Auch die Ampelanlagen wurden zur Seite gedreht. Ein Begleitlaster mit Kran führte große Bleche mit sich, mit denen kritische Stellen abgedeckt werden konnten. Aus Richtung Ulm kommend musste der Koloss über den Kreisverkehr bei McDonald’s auf die B 465 einfädeln, um Richtung Münsingen zu fahren, wo der Schwertransport-Zug gegen 23 Uhr erwartet wurde.

Brammentransport für die Stahlproduktion

„Der erste Kreisverkehr in Ehingen war wirklich eine Herausforderung“, sagte Projektleiter Berthold Schmidberger, der an den kritischen Stellen zu Fuß unterwegs war und auch den vielen Fotografen und Kameraleuten Auskunft gab. Im Internet gibt es Gemeinschaften, in denen sich Fans solcher Transporte zusammenfinden.

Brammentransporter übernehmen in der Stahlproduktion den Transport der Brammen von der Stranggussanlage bis hin zum Lagerplatz. Brammen sind Metallblöcke, die wie riesige Schokoladetafeln aussehen und als Zwischenprodukt für eine spätere Weiterverarbeitung im Walzwerk gegossen werden. Brammen können Stückgewichte von mehr als 20 Tonnen aufweisen.

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