Abbruch Der Blick auf Kirche bald frei

Rechtenstein / Ingeborg Burkhardt 21.06.2018

Bekommt   Rechtenstein unterhalb des Burgfrieds und der Kirche jetzt bald das Museum?  Die Hoffnung wächst bei den Bürgern, bei Bürgergermeisterin Romy Wurm und beim Gemeinderat, der sich am Dienstagabend die Baustelle am Kirchweg angeschaut hat. Denn seit ein paar Tagen arbeitet der Abbruchunternehmer Roland Späth aus Wilflingen  hoch über der Donau an dem steilen Felsenhang, um zwei Wohnhäuser abzubrechen, die nach Angaben des Eigentümers nicht mehr zu erhalten waren.

Vor  acht Jahren hatte Baron Ernst Friedrich vom Stain das Grundstück mit den beiden Häusern unterhalb der Kirche und dem Burgfried  gekauft mit dem Ziel, dort einmal ein Museum zu errichten, in dem er Bilder,  Dokumente  und andere Relikte seiner Vorfahren ausstellen und für die Nachwelt erhalten könnte. Mit dem Kauf des Anwesens, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts dem Geschlecht der schwäbischen Raubritter gehört hatte, war der heute 81-jährige Baron seinem Vorhaben ein Stück näher gekommen.  Gesundheitlich angeschlagen, hat der in Monaco lebende  Adelige dem Maschinenbau-Ingenieur  Jochen Wurm die Bauleitung anvertraut.

Dass auf der Baustelle sorgfältig  gearbeitet wird, hat der Gemeinderat bei seiner Besichtigung festgestellt. Die unterschiedlichen  Materialien werden sofort in Container sortiert und abgefahren. Über den noch stehenden Teil des Wohnhauses, das um das Jahr 1550 gebaut wurde, kommt zur Talseite hin noch eine dicke Plane. Damit soll gesichert werden, dass kein Abbruchmaterial über den Hang fällt. Das Denkmalamt hat dem Abbruch des Hauses zugestimmt. Ingesamt sollen die Arbeiten etwa drei Wochen dauern.

Wie und wann es dann  weitergeht, das können  Bürgermeisterin Romy Wurm und Bauleiter Jochen Wurm nicht sagen. Es gebe zwar einen alten Bauplan  für das Museum, sagt Bauleiter Wurm, aber  dieser  wird wahrscheinlich noch überarbeitet werden müssen. Für Bürgermeisterin Romy Wurm ist wichtig, dass nach dem Abbruch der Blick auf Dorfkirche und Burgfried frei und damit aufgewertet wird. Bis klar ist, wie es weitergeht, soll die Fläche eingeebnet und mit einem Zaun gesichert werden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel