Das macht Hoffnung. Wer als Junge so „dubbelig“ wie Dominik Kuhn war und sich dann noch so einen Papageiennamen als Künstlername zulegte, der kann durchaus als Komiker Karriere machen. In der Lindenhalle sorgte Dodokay mit seinem Programm „Genau mein Ding“ für ein volles Haus und jede Menge Lacher.

Die kultivierte „Dubbeligkeit“ begann bei Dodokay schon in der Schule, wo er sich überlegte, ob eine vierköpfige Familie wirklich aus vier Personen besteht. Für Lehrer sind solche aufgeweckten Jungs nicht immer eine Freude. Vor allem, wenn sie auf dem Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasium aus der Namensgeberin ein „i soll de kurz was einkaufen“ machen.

Wenn im Hirn die Luzie abgeht

Bei Dodokay geht nach eigenem Bekunden im Hirn die Luzie ab, und dazu gesellt sich eine gute Beobachtungsgabe. „Zieht ihr beim Einfahren in die Tiefgarage auch immer den Rüpel ein, wenn ihr ein höheres Auto habt?“, fragte er. Da schmunzelten die SUV-Fahrer und nickten heftig.

Dodokay kann für sein Programm irgendwie alles verwerten. Alten Werbefilmen unterlegt er neue Dialoge und zeigt das Ergebnis auf einer Leinwand. Aus dem Dosenfutter „Schlemmertopf“ von Müllers Mühle wurde ein Produkt mit der Zutat „mir dend älles nei“. Die Toilettenfirma Sanifair pries er als „den besten Soichtempel an der Straß‘“ an. Treffsicher imitierte er eine Frau Metzger aus seiner Straße, die als Prototyp für alle schwäbischen Hausfrauen mit keifender Stimme stand. Frau Metzger hat eine sich überschlagende Stimme, Glotzböbbel, die alles sehen und einen Steinbruch als Zähne. Als echte Schwäbin überwacht sie die Kehrwoche und das korrekte Platzieren des Gelben Sacks.

Er habe tatsächlich beobachtet, wie eine andere Nachbarin, die Frau Hügele, in seinem Gelben Sack herumgruschtelte, beschwerte sich Dodokay. Die perfekte Überwachung, was bei Dodokay auf den Tisch kommt. Man könne eine Straße vollkommen in Aufregung und Unordnung versetzen, wenn man am falschen Tag die falsche Mülltonne auf die Straße stelle. „Probieren Sie das mal beim Gelben-Sack-Leader in ihrer Straße“, empfahl Dodokay. Denn jede Straße hat einen Haushalt, der bei der Mülltonne der erste ist. „Man braucht keinen Müllkalender mehr.“

Sinnlose Anbahnungsversuche

Dodokay erklärte schwäbische Sprachphänomene wie den oft benutzten Satzbeginn mit einem „Ha.“ „Ha, des musch so macha“ oder „Ha, da bisch eigentlich selber schuld“. Auch die schwäbischen Kommentare wie „So, hend ihr au fut wella?“ bei Spaziergängen oder das oft gebräuchliche „Ka ma scho uff sei?“ gehört zu den oft sinnlosen Anbahnungsversuchen zu einem mehr oder weniger sinnvollen Dialog.

Dodokay fühlte den Schwaben auf charmante Art auf den Zahn und trat ihnen sanft auf die Zehen. Manche gebräuchliche Floskel wurde als deplatziert oder gar abartig identifiziert. So gehört der Satz „Ha, er hat doch an scheena Tod g’het“ zu den Sätzen, mit denen sich der Schwabe gruselige Sachen schön redet.

Gruselig gehe es auch in manchen Arztpraxen zu, stellt Dodokay fest, der schwäbische Arzthelferinnen aufs Korn nahm. Wie oft hört man beim Arzt den Satz „Da dürfet se g’schwind no im Wartezimmer Platz nehma.“? Der Gipfel des schwäbischen „g’schwind no ebbes tun“ passierte Dodokay auch in einer Arztpraxis. „Sie dürfet g’schwind no in des Becherle neisoicha.“ Hoffentlich war das in der gebotenen Eile und vor Lachen überhaupt noch möglich.

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Dodokays Witze des Tages


Ein Freund bekommt den Tipp, im besoffenen Zustand nicht die Hauptstraße zu nehmen, sondern lieber „henna rum“ zu fahren. Der Betroffene befolgt die Anweisung und wird trotzdem von der Polizei erwischt. Bei der Polizeikontrolle  kurbelt der Fahrer die Scheibe herunter und wundert sich. Im Auto gackern lauter Hennen. kir