Soziales Engagement Schülerin aus Ehingen: FSJ hat viel gebracht

Marielle Appenzeller in der Längenfeld-Sporthalle, in der sie während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Schule und bei der TSG viel zu tun hatte.
Marielle Appenzeller in der Längenfeld-Sporthalle, in der sie während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Schule und bei der TSG viel zu tun hatte. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 31.07.2018
Marielle Appenzeller absolvierte an der Längenfeldschule und bei der TSG ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Als ich in der Zeitung von Laura Stoll las, die letztes Jahr ihr Freiwilliges Soziales Jahr an der Längenfeldschule und bei der TSG ableistete, wusste ich gleich, dass das was für mich ist“, sagt das Mädchen, das diese Stelle im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr 2017/2018 besetzt hat.

Für die Schule und den Sportverein ist damit eine Kontinuität gewahrt, die auch nächstes Jahr mit Noah Bartke fortgesetzt wird. Marielle Appenzeller ist die zweite FSJlerin, die an der Schule und im Sport ihr Betätigungsfeld gefunden hat. Die 19-Jährige ist mit 70 Prozent an der Schule und mit 30 Prozent in der Geschäftsstelle der TSG eingesetzt gewesen.

Sie bereicherte die Mittagspausenbetreuung der Schule und betreute in der Spiel und Spaß-AG die Grundschüler. Auch in der Sportprofilgruppe der Klasse 5 war sie als Unterstützung der Sportlehrerin hoch willkommen. „Sie wurde bei allen außerschulischen Veranstaltungen wie Ausflügen eingeladen, weil sie so einen ruhigen und gelassenen Umgang mit den Schülern hat“, lobt Schulleiter Max Weber.

„Wir wollten sie immer zur Pädagogik überreden“, erzählt Weber weiter. Doch die Ersingerin hat sich für Tiermedizin als Studienfach entschieden. Am 1. Oktober beginnt ihr Studium in Gießen. An Tieren schätzt Marielle den unverfälschten und aufrichtigen Charakter.

Neue Perspektive

Für die Schule und den Sportverein war die FSJlerin eine große Bereicherung. Mit den Grundschülern der Hermann-Gmeiner-Schule ging sie schwimmen und unterstützte die Lehrer im Sport. „Es war interessant, die Perspektive zu wechseln“, sagt die junge Frau, die auf dem Johann-Vanotti-Gymnasium acht Jahre die Rolle der Schülerin inne geabt hatte und im FSJ von den Kindern fast als Lehrerin angesehen wurde. Vor allem die 16-jährigen Schüler standen der 19-Jährigen auch altersmäßig nahe.

Diese spezielle FSJ-Stelle wird von der Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ) im Landessportverband Baden-Württemberg getragen. Marielle Appenzeller bekam als Aufwandsentschädigung 300 Euro, wobei sich der Träger, die TSG und die Schule die Kosten teilen. Von anfangs 46 ist die Zahl der FSJ-Stellen im Land innerhalb von vier Jahren auf 133 gewachsen.

Heimische Verpflichtungen

Marielle Appenzeller, die ihr Abitur mit einem Einser-Schnitt abschloss, gefiel die Atmosphäre im Lehrerzimmer und die Einblicke in die Arbeitswelt des Sport und der Schule. Wie ein Verein strukturiert ist und funktioniert, weiß die Abiturientin schon. „Ich spiele im Ersinger Musikverein Saxophon“, erzählt sie.

Die heimischen Verpflichtungen waren auch der Grund, warum sich die Ersingerin nicht für ein FSJ im Ausland entschieden hat. Zudem konnte sie die staatlich anerkannte Übungsleiterlizenz erwerben, die ihr vielleicht auch als Tiermedizinerin einen Ausgleich zu den Vierbeinern bringt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel