Brauchtum Da strahlt ganz Kügeleshausen

Renate Emmenlauer 14.02.2018

Nach feuchten und frostigen Jahren herrschte gestern Kaiserwetter beim Umzug in Ehingen. Und die Narren strahlten mit der Sonne um die Wette. Tausende Narren zogen gestern Nachmittag in 54 Gruppen fröhlich durchs farbenfroh geschmückte Städtle, eifrig beklatscht von tausenden Zuschauern, die jeden netten Schabernack mitmachten. Tief in ihren Schatzkisten gegraben hatten erneut die Gruppen der Gastgeber: Eine ansehnliche Schar an Kügele war als gestiefelte Kater ausstaffiert. Die Dämonen nahmen das Volksbank-Areal als archäologische Sensation, aber ewige Grabungsstelle ideenreich aufs Korn. Ihr Motto: „Eine Münze, sonst nur Scherben“.  Schön auch die Antwort der Dämonen auf das weiße Kleid, das seit Sommer 2017 am Groggensee seinen Platz hat: „Dem Groggadäler seine Braut“ stand auf dem Wagen, auf dem der Ur-Dämon ins Kunstwerk schlüpft. Die Kügele griffen die neue Narrenecke im Ehinger Museum auf und freuten sich: „Die Eh’gner Fasnet ist jetzt reif fürs Museum“. Moderator Peter Groß witzelte: „Wer den Treppenmarathon in den dritten Stock hoch nicht erlebt, wird natürlich wiederbelebt.“ Übrigens schenkten sich Peter Groß und Ansager-Kollege Lothar Huber vom unerschöpflichen Redeschwall her nichts. Die Ehinger Hexen priesen die Evolution der Basketball-Stadt mit „Let’s go Käthra Kuche“ als Cheerleader, Fans und Spieler an. Für strapazierte Lachmuskeln sorgten die Büttel und Krettenweiber bei ihrem originellen Wagen zum Thema „Stolperstadt Ehingen“: Zum „Zaschdr für’s Pflaster“ hatten sie einen 100 000 Euro-Scheck samt Betonmaschine, Pflastersteine und Zement parat.

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