Erst hat die Landesregierung am Samstag die Corona-Verordnung zur Kinderbetreuung angepasst und die Möglichkeiten für den Betrieb deutlich ausgeweitet. Weil nun auch die Empfehlungen der Kommunalen Landesverbände und der kirchlichen Trägerverbände vorliegen, veröffentlichte die Ehinger Stadtverwaltung im Einklang mit den kirchlichen Trägern am Montag, wie die Betreuung in der Stadt in den nächsten Wochen aussehen soll.

„Die Kindergartenträger haben nun, neben der erweiterten Notbetreuung, auch die Möglichkeit, für die übrigen Kinder Angebote zu gestalten“, teilt die Stadt mit. „Es gilt hier aber die Vorgabe, dass nur maximal 50 Prozent der zulässigen Plätze gleichzeitig belegt sein dürfen. Auch hat die erweiterte Notbetreuung Vorrang.“
Auf dieser Grundlage hätten sich die Stadt Ehingen und die Katholische Gesamtkirchengemeinde auf ein gemeinsames Konzept verständigt. Gemeinsam sei man überzeugt, dass es wichtig ist, für alle Kinder, die nicht in die erweiterte Notbetreuung fallen, ebenfalls wieder einen Besuch der Betreuungsstätte zu ermöglichen.

Rollierendes System der Betreuung

Deshalb sei ein rollierendes System entwickelt worden, das ab dem 25. Mai gelte. Es sei geplant, dass im wöchentlichen Wechsel die Kinder außerhalb der erweiterten Notbetreuung bis zu 6 Stunden täglich in den Einrichtungen betreut werden können. Hierzu sollen feste Gruppen gebildet und von einem fest zugeordneten Betreuungspersonal betreut werden. Es werde auf getrennte Gruppenräume geachtet und Berührungspunkte zwischen den einzelnen Gruppen vermieden, um den Hygieneanforderungen zu genügen und mögliche Infektionsketten gering zu halten. Insgesamt werde großen Wert auf das Thema Hygiene gelegt und für jede Einrichtung ein individuelles Schutzkonzept erstellt.

All das sei abhängig von der Zahl des Personals und der Zahl der Kinder, deren Eltern die erweiterte Notfallbetreuung nutzen wollten, da diese einen gesetzlichen Vorrang haben. Eltern, die unter die gesetzlichen Kriterien der erweiterten Notfallbetreuung fallen und ihren Bedarf bislang noch nicht gemeldet haben, sollten dies bis Mittwoch dieser Woche in ihrer Einrichtung nachholen.
Die Eltern erhalten von ihren Einrichtungen direkt in den kommenden Tagen vertiefte Informationen, etwa zur Gruppeneinteilung, zur konkreten Betreuungszeit, dem Entgelt, aber auch zu einer zeitlich gestaffelten Hol- und Bringsituation vor Ort.