Ehingen Christoph Herold kocht zum Valentinstag besondere Menüs

Ehingen / CHRISTINA KIRSCH 11.02.2015
Liebe geht durch den Magen. Deshalb darf es zum Valentinstag auch mal etwas Besonderes sein. Aphrodisierende Lebensmittel bieten sich an diesem Tag für das Menü zu zweit besonders an.

Der Valentinstag nähert sich unweigerlich und Männer wie Frauen überlegen, wie sie ihrer Liebsten oder ihrem Liebsten an diesem Tag eine Freude machen können. Dabei kann man natürlich auf die Klassiker wie Blumen oder Pralinen zurückgreifen. Es gibt jedoch auch besondere Liebesbeweise, die ein bisschen mehr Mühe, Zeit und Vorbereitung brauchen und schon deshalb besondere Anerkennung verdienen werden.

Wer seine Liebe am Valentinstag zeigen möchte, der könnte das tun, indem er mit einem romantischen Menü bei Kerzenschein und angenehmer Musik verwöhnt. Welche Frau und welcher Mann kann da schon widerstehen, wenn an einem hübsch dekorierten Tisch Leckereien serviert werden, denen auch noch eine bestimmte Wirkung zugeschrieben wird? Lebensmittel, die das Liebesleben ankurbeln sollen, finden sich in jedem Lebensmittelgeschäft. Die Zubereitung ist dann Geschmackssache.

Christoph Herold vom Gasthof Ochsen bietet am Valentinstag zwei Menüs an, ein dreigängiges Candle light dinner und ein Candle light dinner de luxe, in denen aphrodisierende Zutaten vorkommen. Das geht zum Beispiel los mit Spargel auf Rosenblättern - Spargel steht auf der Hitliste der Zutaten mit möglicher Nebenwirkung ganz oben. Ob man ihn mariniert, dünstet oder als Salat anrichtet, spielt dabei keine Rolle. Die Rosenblätter als Dekoration sind dann der unmissverständliche Wink, dass es sich um ein Valentinstagsmenü handelt. Essen sollte man die Rosenblätter allerdings nicht. Die Ehinger Floristen raten wegen der Dünger- und Spritzmittelverwendung im Rosenanbau vom Genuss der Rosenblüten ab.

Nach dem eher dezenten Auftakt darf es in der Menüfolge zum Valentinstag etwas pfeffriger werden. Christoph Herold empfiehlt ein Schaumsüppchen mit Thai-Basilikum mit Waldpilz-Crêpe. Scharfmacher sind aber auch Chili, Pfeffer oder Gerichte mit Ingwer. Jede Suppe, die als Zwischengang gereicht wird, sollte ätherische Öle verbreiten und kräftig gewürzt sein. Das geht mit einer Sellerieschaumsuppe genauso gut wie mit anderen Gemüsesuppen.

Zum Hauptgang greift der Koch oder die Köchin vielleicht auf ein saftiges Stück Fleisch zurück. Ein Klassiker beim Liebesmenü sind aber Meeresfrüchte wie Scampi oder Muscheln. Im Gasthof Ochsen werden beim Valentinstagsmenü gebratene Kammmuscheln auf Tomatencarpaccio mit Rosenschaum und Spinatsalat serviert. Die überall gut erhältlichen Venusmuscheln tragen ihre Wirkung schon im Namen. Im mongolischen Restaurant China Dragon gibt es jeden Abend Muscheln, am Valentinstag erhalten die Damen als Geschenk eine Rose und die Herren einen Gutschein.

Venusmuscheln mit Pasta sind ein schnell zubereitetes Gericht, bei dem nicht viel schiefgehen kann. Denn wer für seinen Partner kocht, sollte nicht allzu viel Stress mit einer komplizierten Zubereitung haben, sonst geht die gute Absicht möglicherweise daneben.

Und was gibt es am Valentinstag zum Dessert? Wie wäre es einmal mit gegrillten Feigen? Schokolade gilt auch als Aphrodisiakum. Als Schokoladenmousse zergeht das Dessert dann auf der Zunge. Zusammen mit einem Preiselbeersorbet, roter Grütze oder ein paar Beeren bekommt die Schokolade noch eine fruchtige Note. Einen Versuch wert ist auch der Granatapfel, der in den letzten Jahren die Obsttheken erobert hat. Schon in der Antike galten Granatäpfel als Liebesbeweis und Liebesmahl. Die roten Kerne sind vielseitiger als man meint. Ein Rotkohlsalat mit Granatapfelkernen überrascht den Gast ebenso wie ein Granatapfeldrink.

Zum Schluss gilt es bei aller Freude am Kochen und Servieren eigentlich nur noch eines zu beachten: Das Menü sollte insgesamt nicht zu schwer und zu opulent sein. Denn das Dessert nach dem kulinarischen Dessert sollte auch noch Freude bereiten.

Küche & Co

Immer mittwochs geht es an dieser Stelle um Essen und Trinken, um Neues auf dem Markt und in der Gastronomie. Wenn Sie Vorschläge haben: Die Redaktion freut sich auf Hinweise unter Telefon: (07391) 582-33 oder per E-Mail: et@swp.de