Ortstermin CDU schaut sich in Rißtissen um

Die Ehinger CDU-Gemeinderatsfraktion hat sich gestern Abend in Rißtissen umgesehen.
Die Ehinger CDU-Gemeinderatsfraktion hat sich gestern Abend in Rißtissen umgesehen. © Foto: Rainer Schäffold
Rißtissen / Rainer Schäffold 16.06.2018
Die Erweiterung der Römerhalle und die Umgehungsstraße waren Themean beim Besuch der CDU-Fraktion in Rißtissen.

Bei „Kaiserwetter“, wie Thomas Schreiner sagte, hat die Ehinger CDU-Gemeinderatsfraktion gestern Abend Rißtissen besucht. Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel begrüßte die Gäste,  als Gastgeber führte der Rißtissener CDU-Rat Thomas Schreiner sieben seiner Fraktionskollegen, die meisten Ortschaftsräte sowie einige Bürger zu Zielen im Ort, die ihm wichtig waren.

„Dank der Vereine gibt es hier ein großes Angebot“, sagte Schreiner, nachdem der Tross die leichte Anhöhe zur Römerhalle erstiegen hatte. Die 1974 eingeweihte Turn- und Festhalle leidet unter veralteten Sanitär- und Umkleideanlagen, zudem ist die Küche für Festveranstaltungen viel zu klein, wie sich die Besuchergruppe überzeugen konnte.

Eine Planung für die Erweiterung in Richtung Osten (Parkplatz) und Westen (Wiese) ist erstellt und soll in der übernächsten Sitzung des Ehinger Gemeinderats im Juli vorgestellt werden. „Es muss nicht alles auf einmal sein“, sagte Ortsvorsteher Markus Stirmlinger zu den beabsichtigten An- und Umbauten.

Baugebiet mit „Brachialgewalt“

28 Bauplätze im Gebiet „Hinter der Kapelle“ sind vom Gemeinderat auf den Weg gebracht, dafür dankte Thomas Schreiner dem Fraktionsvorsitzenden Manuel Hagel. „Am Ende war’s Brachialgewalt“, mit der man das Baugebiet durchgedrückt habe, sagte Hagel. Im Gegensatz zu anderen Gemeinderatsfraktionen sei die CDU klar für Baugebiete im Außenbereich. Stirmlinger ergänzte, man könne sich gleich wieder ums nächste Baugebiet bemühen, denn es stünden bereits 29 Interessenten vor der Tür.

„Seit 2001 hat man in Rißtissen keine Straße mehr gerichtet“, klagte Stirmlinger weiter und führte als Beispiel die Jakob-Aker-Straße im Westen des Orts an. Dort seien streckenweise noch alte Abflussrohre verlegt, was bei Starkregen wie jenem am vergangenen Montag den Bewohnern Wasser im Haus beschere. Am Rathaus wies Stirmlinger auf die notwendige Sanierung des Daches hin. Die Maßnahme sei schon einmal im städtischen Haushalt eingestellt gewesen, dann aber kurzfristig wieder rausgeflogen.

Um die geplante Umgehungsstraße ging es bei der abschließenden Einkehr im Hof des Gasthauses „Traube“.  „Wir sind ein Straßendorf, bitte helft uns mit der Umgehung“, appellierte Thomas Schreiner an die Ratskollegen. Bis Ende Januar, so habe das Regierungspräsidium zugesagt, könne das zweite Planfeststellungsverfahren starten, sagte Ortsvorsteher Stirmlinger, an Manuel Hagel gewandt, diesmal eher in dessen Rolle als Landtagsabgeordneter. Er werde sich um einen Besuch des Regierungspräsidenten Klaus Tappeser in Rißtissen bemühen, versprach Hagel.

Wichtig sei, dass keine neuen Einsprüche gegen den Bau eingelegt würden wie beim ersten, inzwischen eingestellten Verfahren. Stirmlinger hofft, dass gar keine mehr kommen werden. Er bemühe sich, eventuelle Einwendungen gleich  im persönlichen Gespräch auszuräumen. Hagel äußerte sich zuversichtlich, dass keine sechs Jahre mehr bis zum Baubeginn der Straße ins Land ziehen würden.

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