Infrastruktur CDU-Fraktion auf Rundgang in Dintenhofen

Die CDU-Fraktion des Ehinger Gemeinderats hat sich mit der Orts- und Stadtverwaltung die „Baustellen“ im Ort, wie hier der aufgebrochene Belag im Hubertusweg, angeschaut.
Die CDU-Fraktion des Ehinger Gemeinderats hat sich mit der Orts- und Stadtverwaltung die „Baustellen“ im Ort, wie hier der aufgebrochene Belag im Hubertusweg, angeschaut. © Foto: Stefan Bentele
Ehingen-Dintenhofen / Stefan Bentele 17.05.2018
Die CDU-Fraktion des Ehinger Gemeinderats begutachtet Stellen in Dintenhofen, wo aus- und nachbessert werden sollte.

Es liege ihr am Herzen, jene Stellen in Dintenhofen zu zeigen, wo die Stadt Ehingen den Ortsteil beim Ausbau der Infrastruktur unterstützen sollte, sagte Renate Hänle, Ortsvorsteherin von Herbertshofen/Dintenhofen, zu den Besuchern am Mittwochabend neben dem Rathaus. Dort hatte sich die CDU-Fraktion des Ehinger Gemeinderats versammelt, auch Oberbürgermeister Alexander Baumann und Stadtbaumeister Andreas Erwerle waren zum Rundgang gekommen. Man wolle sich heute nochmal alles ansehen, sagte der Fraktionsvorsitzende Manuel Hagel, der eingeladen hatte, und „ganz sensibel hinhören und helfen“.

Ein offenkundiges Problem zeigte sich im Hubertusweg, wo kurz vor der Mündung in den Tobelweg der Straßenbelag aufgebrochen ist und der Verkehr über Kies fahren muss. „Das gehört richtig gemacht“, sagte Hänle zu den Besuchern. Der Untergrund im Hubertusweg habe sich nach dem Starkregen vor zwei Jahren im Mai abgesenkt, im vorderen Bereich der Straße ragten deshalb die Schachtdeckel aus dem Straßenkörper. Hänle äußerte den Wunsch, dass auch dies – wie derzeit in der Mühlbachstraße – ausgebessert wird.

Straße aufgefüllt

Die Begründung für die aufgebrochene Straße wollte Oberbürgermeister Alexander Baumann mit Blick auf eine Baustelle direkt neben der Straße, wo ein Haus gebaut wird, so nicht stehen lassen. Er fragte mit Vehemenz nach, ob nicht auch der dortige Bauherr seinen Beitrag zur Absenkung geleistet habe, sprach dabei Ort­schaftsrat Hubert Jähnke an. „Ich bin für einen ehrlichen Umgang miteinander“, sagte Baumann. Jähnke entgegnete, dass er mit Material von dieser Baustelle die aufgebrochen Straße lediglich ausgebessert habe.

Stadtbaumeister Andreas Erwerle verwies ebenfalls auf den Starkregen, die Geologie mit nicht ganz einfachen Schichten am Hang. Der Baugrubenaushub habe sein Übriges getan. „Jetzt aber hebt das Haus den Hang“, sagte Erwerle. Man werde die Straße aber nun wieder so herstellen, „dass das hier wieder funktioniert“.

Gleiches gilt für den Tobelweg, in den der Hubertusweg als Durchfahrtsmöglichkeit in Richtung Ehingen mündet. Im Kurvenbereich an der Grafenbergstraße bröckelt der Asphalt am Straßenrand bereits gut erkennbar. Laut Stadtbaumeister Erwerle könne der Unterbelag zu dünn sein, die Wintermonate hätten das Übrige getan. „Es ist klar erkennbar, dass man da, wo es erodiert, was machen muss“, sagte Manuel Hagel an der Stelle.

Ein weiteres drängendes Anliegen aus Sicht der Ortsverwaltung ist ein fehlender Gehweg an der Neudorfer Straße, westlich der Einmündung zum Bucherweg. Laut Ortsvorsteherin Hänle fahren dort große landwirtschaftliche Maschinen zur Biogasanlage. Sie sorgt sich um die Fußgänger, darunter Kinder auf dem Schulweg und Senioren. Auf Nachfrage von Manuel Hagel, wie viele Kinder den Weg zur Bushaltestelle regelmäßig nutzen, bezifferte Ortsvorsteherin Hänle die Zahl auf zehn bis 15.

Laut Stadtbaumeister Erwerle gab es schon einmal Überlegungen für den Gehweg, man sei aber mit der Planung nicht hinterhergekommen. Seiner Ansicht nach sind die 1,50 Meter Fläche, die für das Bauwerk zur Verfügung stünden, für heutige Gehwege zu schmal. Auch entwässert die Straße hin zu einem möglichen Gehweg, weshalb es dann regelmäßige Straßeneinläufe bräuchte. „Aber man kann das bauen“, sagte Erwerle. Manuel Hagel schlug daraufhin der Ortsvorsteherin vor, die Maßnahme im nächsten Haushalt anzumelden.

Auch der Parkplatz hinterm Rathaus in Dintenhofen sollte aus Sicht der Ortsverwaltung gepflastert werden. Bislang liegt dort Kies, weshalb Besucher von Veranstaltungen im benachbarten Sportvereinsheim bei schlechtem Wetter unfreiwillig Schmutz ins Haus tragen. Außerdem soll auf dem Gelände ein Schuppen entstehen, in dem Garnituren eingelagert werden sollen. Die müssen bislang aus dem Keller geholt werden. „Das ist zeitaufwendig und umständlich“, sagte  Hänle.

Weil das Gelände im Außenbereich liegt, sei „das Pflastern nicht ganz einfach“, sagte Erwerle. Und der Schuppen müsse mit Abstand zur Bahnlinie geplant werden. Ortschaftsrat Manfred Heiss bemerkte gegenüber dem Stadtbaumeister noch, dass man schon zwei Mal diese Maßnahme vor Ort besprochen habe. „Ich weiß“, antwortete Erwerle.