Schelklingen Camper am Hohlen Fels

Dieses Gebiet rechts der Bundesstraße soll aufgewertet werden - in Erwartung einer Weltkulturerbestätte Hohler Fels.
Dieses Gebiet rechts der Bundesstraße soll aufgewertet werden - in Erwartung einer Weltkulturerbestätte Hohler Fels. © Foto: SÜDWEST PRESSE
BERNHARD RAIDT 06.11.2014
Ein neuer Kreisverkehr, ein Campingplatz, eine neue Zufahrt - es gibt frische Ideen für das Gebiet um den Hohlen Fels in Schelklingen.

Der Hohle Fels in Schelklingen ist als künftiges Weltkulturerbe nominiert - und in der Stadt werden Ideen gesammelt, wie die berühmte Fundstätte gut präsentiert werden kann. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend stellte Professor Gerhard Lutz von der Hochschule Biberach Pläne vor, wie Studenten ein Infozentrum am Hohlen Fels entwickeln könnten. Seine Vorschläge stießen bei den Stadträten auf große Zustimmung.

Außerdem war ein Antrag von Stadtrat Lothar Knieß (Freie Wähler) am Donnerstagabend ein Thema. Knieß fordert ein Entwicklungskonzept für das ganze Gebiet rechts der Bundesstraße 492. Sechs weitere Stadträte haben diesen Antrag ebenfalls unterschrieben. Die Vorschläge von Knieß haben es in sich: So plädiert er für den Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Bahnhofstraße/Ehinger Straße/Ringinger Straße. Auch die Renaturierung und Neugestaltung der Deponie Steinwerk gehört für ihn zum Entwicklungskonzept. Über das Steinwerks-Gelände soll dann eine neue Zufahrt für Omnibusse zum Hohlen Fels gebaut werden. Der Schelklinger Recyclinghof soll zudem einen neuen Standort erhalten - weg vom Hohlen Fels und in das Industriegebiet Breitlenstraße. Außerdem soll ein Campingplatz für Besucher, die mit dem Wohnmobil zur Weltkulturerbestätte anreisen, im Bereich zwischen Bahnlinie und Freibad geschaffen werden. Die Schelklinger Kläranlage soll einen Sichtschutz erhalten. Für die Gestaltung des neuen Infozentrums schlägt Knieß einen Parkplatz und eine Renaturierung der Ur-Ach unterhalb des Hohlen Felsens bis zur Gemarkungsgrenze nach Blaubeuren vor. In Erwartung des künftigen Weltkulturerbes müsse die Stadt ein schlüssiges Konzept präsentieren, auch, um Fördergelder beantragen zu können, schreibt Knieß.

Die Stadträte fanden die Vorschläge von Knieß interessant - es seien viele wichtige Dinge angesprochen. Sie beschlossen, seine Ideen in der weiteren Planung zu berücksichtigen. Weiterer Bericht folgt.