Rechtzeitig hat der Regen aufgehört, so dass die zahlreichen Narren und Musikkapellen der insgesamt 48 Fasnetsgruppen trocken und bestens gelaunt den Umzug am Samstag zu einem bunten Fest werden ließen. Beim Höhepunkt der Untermarchtaler Fasnet kündete immer wieder das laute „Schopfboale-Hoi“ von der Tatsache, dass hier jetzt Narrenbüttel, Schopfboale, Hokama und Altlacha-Hexa noch bis Aschermittwoch das Sagen haben.

Der närrische Bandwurm, der sich vom Klosterhof bis zur Mehrzweckhalle zog, wurde von den Narrenbütteln auf ihrer motorisierten Kutsche traditionsgemäß angeführt. Und natürlich waren auch wieder einige Gruppen mit von der Partie, die stets mit originellen Ideen, tollen Kostümen und sehenswerten Requisiten die Blicke auf sich ziehen.

Beginnend mit den Kindergartenkindern, die sich in diesem Jahr als kleine Forscher präsentierten, gefolgt von den Kindern der Grundschule Untermarchtal und Lauterach, die eine bunte Vielfalt von Prinzessinnen über Polizisten bis hin zu Zauberern boten. Die „Venezianer“ zogen mit einem fahrenden Barbier-Shop an den Zuschauern vorbei, während Mitglieder des Liederkranzes als große und kleine Dompteure wilde Tiere hinter sich herzogen. „Seit 31 Jahren ist der Liederkranz jedes Jahr mit einer neuen Idee dabei, das ist toll“, sagte  Thorsten Faad, der – flankiert von Bürgermeister Bernhard Ritzler und Pfarrer Gianfranco Loi – von der Tribüne aus den Umzug moderierte.

Schwindelnde Höhe

Nicht lange brauchte er die Sieben Schwaben aus Untermarchtal aufzufordern, den Mast hochzuklettern und nach dem Hasen Ausschau zu halten. Flink erklamm ein sportlicher Schwabe die Spitze und schaute sich das bunte Treiben – ebenso wie umherfliegende Störche – von schwindelnder Höhe an.

Auch die Lauteracher Narrenzunft hatte Sieben Schwaben in ihren Reihen, weiterhin natürlich Schnegga, Wolfsdal-Bära und Ulmer Schachteln, die sich hervorragend zum Transport von leckerem Schnecken-Gebäck eigneten. Überhaupt verteilten viele Narren ihre selbstgebastelten Gromet, stets dem Thema angepasst, dem sie sich gerade widmeten.

Eine große Narrenschar aus der Verwaltungsgemeinschaft, aus Munderkingen und Emerkingen, Obermarchtal, Oberstadion und Rottenacker konnte beim Umzug begrüßt werden, doch auch Zünfte aus Kirchen, Nasgenstadt, Blaubeuren, Schaiblishausen, Berg, Dettingen, Achstetten, Rindenmoos, Schussenried, Wippingen, Zwiefalten, Ehingen, Granheim, Gamerschwang und Ummendorf gaben ihr Stelldichein. Und selbstverständlich durften auch zünftige Musikgruppen wie die Kapellen aus Frankenhofen, Obermarchtal und Kirchen nicht fehlen. Weiterhin sorgten der Fanfarenzug Obermarchtal, die Trommler und Pfeifer aus Munderkingen, die Staiger Gugga Bätscher und die Wilden Munderkingen mit ihrer Musik für beste Stimmung.

Im Anschluss an den rund eineinhalbstündigen Zug durch das Dorf herrschte närrisches Treiben in Partyzelt und Mehrzweckhalle.