Vortrag BUND-Vortrag über das „Tal der Großen Lauter“

Wolfgang Riedel referiert im Gemeindehaus in Rechtenstein zum Thema „Das Tal der Großen Lauter“.
Wolfgang Riedel referiert im Gemeindehaus in Rechtenstein zum Thema „Das Tal der Großen Lauter“. © Foto: Foto. Emmenlauer
Rechtenstein / Renate Emmenlauer 08.10.2018

Das Tal der Großen Lauter zähle zu den schönsten Tälern der Schwäbischen Alb, sagte Wolfgang Riedel am Freitagabend vor 15 Zuhörern in seinem Vortrag im Gemeindehaus in Rechtenstein. Besonders sein verkehrsfreier Teil von Anhausen nach Neuburg/Donau werde als sehr reizvoll eingestuft. Der Vorsitzende der Bezirksgruppe des BUND Naturschutz Alb-Neckar schmückte seinen anderthalbstündigen Diavortrag mit Erläuterungen über Landschaft, Kultur und Geschichte. Er begann seine Bilderreise über die Schwäbische Alb mit dem Blick über das Lautertal und die mit Laubwald bedeckte Donau. Er zitierte den Theologen Gustav Schwab und dessen Liebe zur Schwäbischen Alb mit den Worten „Die Alb ist reich an Wundern und Seltsamkeiten.“

Riedel zufolge trifft man im Tal auf schroffe Felsbereiche, auf denen geschichtsträchtige Ruinen stehen. Das landschaftlich und kulturgeschichtlich reizvolle Tal zählt zu den burgenreichsten Regionen Südwestdeutschlands. Zwischen der Quelle bei Offenhausen und der Mündung bei Lauterach zählt man 20 Burgen und Burgstellen, außerdem noch zwei vorgeschichtliche befestigte Anlagen. Hinzu komme eine vielfältige Flora und Fauna.

Wie der Referent informierte, entspringt die Große Lauter in einem Quelltopf im Hof der ehemaligen Klosteranlage in Offenhausen. Sie windet sich in ihrem Flussbett auf 40 Kilometer Länge entlang von Wacholderheiden, Höhlen, Wäldern, Felsen und Dörfern bis zu ihrer Mündung in die Donau zwischen Ober- und Untermarchtal.

Riedel brachte das Rathaus von Indelhausen zur Sprache, ein Juwel aus dem 16. Jahrhundert, ebenso die Indelhauser Mühle, die Ursulakapelle und die Zehntscheuer des Klosters Salem in Anhausen. Viel Zeit räumte der bekennende Naturfreund den seltenen Pflanzen und Tieren ein.

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