Mit Bedauern haben der BUND-Regionalverband Donau-Iller und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) darauf reagiert, dass das Konzept für die Regio-S-Bahn ohne die seit Jahren diskutierte Neubaustrecke zwischen Erbach und Ehingen geplant wird. Ursache hierfür ist, dass Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit zu einem negativen Ergebnis geführt hatten. BUND und VCD appellieren vor diesem Hintergrund an die politisch Verantwortlichen, im neuen Regionalplan zumindest eine Freihaltetrasse für eine solche Strecke vorzusehen, um späteren Generationen nichts zu verbauen. "Nur mit einer schnell befahrbaren Bahnstrecke zwischen Erbach und Ehingen kommt man wesentlich schneller von Ehingen, Riedlingen oder Sigmaringen nach Ulm", sagt VCD-Sprecher Thaddäus Bamberger aus Ehingen. Als weiteren Vorteil sieht er die Möglichkeit, langfristig über eine solche Strecke sowie die zu reaktivierende Strecke zwischen Mengen und Stockach schnelle Züge von Ulm nach Singen fahren zu lassen und so einen guten Anschluss in Richtung Schweiz und Italien zu erhalten. Ängsten, das Blautal könnte durch eine solche Bahnlinie abgehängt werden, begegnen BUND und VCD mit dem Hinweis, dass dort problemlos mindestens alle 30 Minuten eine S-Bahn verkehren könnte. Ein ausgeweitetes Angebot sei der Vorteil für die Menschen zwischen Ehingen und Ulm.