Versammlung Brunnenstube und andere Kleinode

Munderkingen / Ingeborg Burkhardt 05.06.2018

„Es werden nicht mehr werden, die zur Versammlung kommen, aber die zwei Dutzend, die da sind, das sind Schaffer“, lobte Bürgermeister Dr. Michael Lohner bei der Hauptversammlung der Vereinigten Zünfte die Anwesenden und dankte auch im Namen von Pfarrer Dr. Thomas Pitour dafür, dass sie sich um alle Kleinode in der Stadt kümmern. „Mir sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich im Protokollbuch gelesen habe, was ihr seit 2004 alles gemacht habt, angefangen vom Spitalglöckle über den Himmel für die Fronleichnamsprozession, die Unterstützung beim Kauf eines Musikinstrumentes, der Beitrag für die Martinskapelle oder die Renovierung des Oißa-Käppele am Weg zur Frauenbergkirche“, listete Lohner auf.

Nach einem Jahr Verschnaufpause der Handwerker,  in dem auch das finanzielle Polster wieder zugenommen hat, wie Zunftsekretär Franz Mayer sagte, werden nun verschiedene Projekte angepackt. Bereits begonnen worden ist mit der Reparatur der turmförmigen Brunnenstube bei der Frauenbergkirche. Auch das Kreuz am Giebel des Gemeindehauses von St. Michael stehe auf der Agenda. Auf Anregung Lohners wurden auch zwei neue Bänke vor der Christuskapelle in Algershofen auf die Liste genommen. Aus der Mitte der Versammlung wurde moniert, dass beim Feldkreuz an der Hausener Straße eine Bank wieder weggenommen worden sei. Thema war auch die Wiederherstellung des bei einem Autounfall zerstörten Bildstocks an der Hausener Straße, was ein Versicherungsfall sei. Man wolle aber nach der Aufstellung hinter die mit einem Eisengitter gesicherte Nische eine Marienfigur stellen. Die alte sei vor dem Unfall schon entwendet worden, wusste Max Bernd Schartmann zu berichten. Josef Schmid erklärte spontan, die neue Madonna zu stiften, was mit Beifall aufgenommen wurde.

Beim Brunnenfest wieder dabei

Unter Vorsitz von Zunftmeister Erik Bruder und dem neu gewählten Vize Harald Valicek wurde beschlossen, dass die Vereinigung der Handwerker auch in diesem Jahr wieder beim Brunnenfest einem Stand betreibt. Mit dem Erlös aus der Bewirtung und mit den Mitgliedsbeiträgen kann die Kasse für weitere Vorhaben aufgestockt werden. Bei den Kassierern kündigt sich ein Wechsel an: Lothar Heckmann will aufhören und nur noch seine Nachfolger Meint Leyrer und Hubert Rupp einarbeiten. Harry Wenk kassiert weiter im Bezirk Siedlung, nachdem Josef Schmid zugesagt hat, ihm den „Außendienst bis nach Obermarchtal“ abzunehmen.

Bei den Wahlen wurde Meint Leyrer zum zweiten Zunftsekretär gewählt. Nachdem beschlossen worden ist, dass der Bittgang am Sonntag, 8. Juli, um 7 Uhr wieder zur Dorfkapelle nach Algershofen geht, schloss Bruder die Versammlung. Mit dem gemeinsam gesungenen Zunftlied marschierten die meisten Teilnehmer dann zum Haus des Zunftmeisters, wo es noch einen Umtrunk gab.

Ameisenpulver zum Weingeschenk

Am Rand Für Heiterkeit sorgte bei der Versammlung Manfred Beck. Als er klagte, dass auch das Ameisenpulver, das er bei der Rasenpflege beim Feldkreuz brauche, schon wieder teurer geworden sei, schob ihm Bürgermeister Michael Lohner einen Zehn-Euro-Schein über den Tisch. Beck reagierte sofort und reichte den Schein an Pfarrer Thomas Pitour weiter: „Das ist eine Spende für die Frauenbergkirche.“ Alle lachten. Zunftmeister Erik Bruder will 2019 in die Tüte zum Weingeschenk eine Dose Ameisenpulver packen, versprach er.

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