Tradition Munderkingen: Brunnenfest 2018 fällt aus

Rolf Braun auf einem Foto aus der Fasnet 2018. Bei der Aktionärsversammlung ist er mit fünf Sternen für seinen närrischen Vorschlag ausgezeichnet worden, dass er für den Fall, dass im „Löwen“ in Munderkingen eine Universität eingerichtet wird, dort die Mensa betreiben will.
Rolf Braun auf einem Foto aus der Fasnet 2018. Bei der Aktionärsversammlung ist er mit fünf Sternen für seinen närrischen Vorschlag ausgezeichnet worden, dass er für den Fall, dass im „Löwen“ in Munderkingen eine Universität eingerichtet wird, dort die Mensa betreiben will. © Foto: Ingeborg Burkhardt
Munderkingen / Ingeborg Burkhardt 07.06.2018
Mit Rolf Braun ist aber ein neuer Organisator gefunden worden, der das Fest von 2019 an mit neuen Ideen weiterführen wird.

Es geht weiter mit dem Brunnenfest in Munderkingen. Das ist die gute Nachricht, die Bürgermeister Dr. Michael Lohner und der bisherige Organisator Paul Gröber am Donnerstagmittag bekanntgegeben haben. Mit Rolf Braun, in Munderkingen als der „Guschte“ bekannt, hat sich ein neuer Organisator bereit erklärt. Aber: Weil die Zeit bis zur letzten Woche der Sommerferien zu knapp sei, um das Fest gut vorbereiten zu können, wird es in diesem Jahr zum zweiten Mal in der 35-jährigen Geschichte ausfallen. So wie 2014 schon einmal, als die Innenstadt saniert worden war.

Die Entscheidungen sind am Mittwochabend in der Sitzung des Brunnenfestausschusses im Rathaus gefallen, wie Lohner und Gröber mitgeteilt haben. Gröber hat, wie ausführlich berichtet, das Brunnenfest in den vergangenen Jahren federführend organisiert, unterstützt durch Florian Stöhr vom Ordnungsamt, machte jetzt aber klar, dass er es aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht mehr weiterführen kann. Nachdem er bereits in der Abschlussbesprechung im Dezember 2017 sein Aufhören angekündigt hatte und dieses in einer Ausschusssitzung im Februar nochmals wiederholt hat, beide Ankündigungen aber folgenlos geblieben sind, kam es im Mai zu dem drastischen gemeinsamen Appell mit Lohner, dass sich entweder ein neuer Verantwortlicher findet oder aber das Brunnenfest entfallen muss. „Wir hatten daraufhin ein volles Haus“, erklärte Lohner am Donnerstag; 20 Vorstände der Vereine, die sich bisher am Brunnenfest beteiligt haben, seien am Mittwochabend da gewesen. Es sei eine gute Diskussion geführt worden und Braun sei einstimmig zum Vorsitzenden des Brunnenfest-Ausschusses gewählt worden. „Den Guschte kennt man“, sagten Lohner und Gröber; Braun verstehe es, Events zu organisieren und er wisse auch, was die Munderkinger wollen. Eine weitere Sitzung soll nun am 4. Juli um 19.30 Uhr im Gasthaus „Rössle“ stattfinden; dabei soll es auch um Ideen für die neuen Strukturen gehen, die Rolf Braun für das Fest für notwendig hält.

Braun will 2019 beim Brunnenfest mit neuen Ideen durchstarten, wie er am Donnerstag auf Anfrage erklärt hat. Der 62-jährige Logistikleiter bei der Spedition Honold in Vöhringen ist in Munderkingen geboren und sagt, es dürfe nicht sein, dass es in Munderkingen kein Brunnenfest mehr gibt. Er mache das, aber nicht im alten Zopf. „Das weiß jeder, der mich kennt, dass ich nicht auf der Leiter stehenbleibe“, sagt Braun, der in der Freizeit das Wiener Caféhaus betreibt, das in der Musik­nacht, vor allem aber in der Fasnet geöffnet hat. Er ist Initiator und Organisator des zweijährigen Trucker-Treffens, das 2019 zum zwölften Mal beim Sommerfest der Stadtkapelle stattfindet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört er dem Ausschuss der Stadtkapelle an und ist seit 35 Jahren auch aktiver Musiker und Vorsitzender der MKK, der Mittleren Katastrophen-Kapelle.

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