Rottenacker Breitband soll in jedes Haus

Der Gemeinderat Rottenacker hat zu Beginn der Sitzung die in den vergangenen Jahren sanierte Wasserversorgung unter die Lupe genommen.
Der Gemeinderat Rottenacker hat zu Beginn der Sitzung die in den vergangenen Jahren sanierte Wasserversorgung unter die Lupe genommen. © Foto: Doris Moser
DORIS MOSER 08.11.2014
Die sanierte Wasserversorgung, die künftige Grüngutentsorgung, das schnelle Internet und der Nahverkehr 2015 waren am Donnerstag zentrale Themen in der Sitzung des Gemeinderats Rottenacker.

Mit hohem Aufwand war die Wasserversorgung in Rottenacker saniert worden, der Gemeinderat schaute sich das Ergebnis am Donnerstag an. Vor allem die neu gewählten Räte sollten Einblick in die Technik erhalten, die Bauhofleiter und Wassermeister Ulrich Zimmer erläuterte. Zwei 250 Meter tiefe Brunnen speisen die Wasserversorgung, deren Herzstück eine Ultrafiltrationsanlage ist, die vor sechs Jahren für 415 000 Euro eingebaut wurde. Vor allem coliforme Keime im Trinkwasser erforderten die Investition. Zur Sicherheit ist eine Ultraviolettbestrahlung installiert.

300 Kubikmeter Wasser werden jeden Tag zum Hochbehälter an der Kreuzgasse gepumpt, dort lagert in zwei Becken eine Wasserreserve mit 1200 Kubikmetern. 280 bis 300 Kubikmeter werden täglich verbraucht. Im Bauhof lassen sich die Abläufe der gesamten Versorgung mit Diagrammen nachverfolgen, sämtliche Störungen kommen am PC an. Zimmer hat ein spezielles System zur Reduzierung der Wasserverluste entwickelt, das rasch Rohrbrüche aufspüren kann. So ließen sich die Verluste von früher 25 auf etwa 15 Prozent senken. "Wir haben hier einen guten Mann für eine verantwortungsvolle Aufgabe", lobte Bürgermeister Karl Hauler.

Im Rathaus ging es um die Breitbandversorgung. "Sie wird fast so wichtig wie die Wasserleitungenin jedem Haus", betonte Hauler. Rottenacker sei mit Kabel BW mit bis zu 150 Megabit gut versorgt, doch die Entwicklung gehe rasant weiter. Ziel sei, mit der Zeit alle Gewerbebetriebe und alle Wohngebäude mit Glasfaserleitungen zu versorgen. Der Rat hat beschlossen, dem interkommunalen Verband "Komm. Pakt.Net" des Alb-Donau-Kreises beizutreten. Rottenacker hat 1037 Euro als Beitrittseinlage und 2500 Euro Jahresbeitrag zu zahlen.

Keine Einwände hatte das Gremium zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes 2014, der laut Hauler weitere Angebote macht. Speziell für die Pfarreiorte wie Kirchbierlingen und Volkersheim sowie den "Winkel" sind Busangebote zum Bahnhof Rottenacker geplant, denn dort sollen mit dem neuen Fahrplan von Dezember an im Dezember wieder regelmäßig Züge halten. Hauler sagte, die Parallelverkehre Bahn und Bus werde es im bisherigen Umfang nicht mehr geben, wenn der Regio S auf der Donautalbahn fährt und auch in Rottenacker halten wird. Dies werde jedoch nicht vor 2019 der Fall sein.

Weiteres Thema war die künftige Entsorgung von Grüngut. Bisher hatte die Gemeinde über die Familie Rabel in Neudorf ein bürgerfreundliches Angebot, sie stellte die Traktoranhänger im Bauhof. Nun gibt Hans-Jürgen Rabel die Landwirtschaft auf, wäre aber bereit, weiter die Hänger zu stellen, allerdings würde eine Aufsichtsperson gebraucht. Die Gemeinde führe dazu noch Gespräche, berichtete der Bürgermeister. Eine alternative Entsorgung durch die Firma Braig würde anstelle von bisher rund 10 000 etwa 15 000 Euro kosten und damit die Gebühren verteuern würde. Der Rat favorisiert weiterhin eine örtliche Regelung, auf Anregung von Dietmar Moll wird auch bei einem Lohnunternehmen angefragt.