Eine der interessantesten Fragen bei der aktuellen Besetzung des Kreistags Alb-Donau betrifft Werner Bierer. Der Förster aus Weiler­steußlingen ist, wie berichtet, am Sonntag für die Freien Wähler im Wahlkreis Schelklingen in den Kreistag gewählt worden. Doch Werner Bierer ist Beamter des Alb-Donau-Kreises. Er darf deshalb laut Landkreisordnung nicht Kreisrat sein.

„Ich warte jetzt mal ab“, sagt Bierer gestern im Gespräch. Er kenne die Konditionen noch nicht, die gefordert werden, wenn er das Amt des Kreisrats annehmen werde. Wenn dafür erforderlich sei, dass er seine berufliche Stellung wechsle, komme das für ihn nicht in Frage. „Aber vielleicht gibt’s noch andere Möglichkeiten“, sagt Bierer. 61 Jahre alt ist der Revierförster. Über einen Vorruhestand denke er momentan noch nicht nach.

Alle Kreisräte angeschrieben

Im Wahlkampf sei er relativ wenig auf die möglichen Hinderungsgründe für das Amt angesprochen worden, sagt Bierer. Unter anderem hat er Flyer auf den Lutherischen Bergen verteilt. Ein paar hätten ihn dann doch angesprochen.

Laut Bernd Weltin, Pressesprecher des Landkreises, sind alle gewählten Kreisräte angeschrieben worden, auch Werner Bierer. Bei ihm sei noch ein besonderer Hinweis hinzugefügt worden, dass bei ihm als Beamter des Landkreises ein Hinderungsgrund bestehe. Es sei jetzt Sache Bierers, zu entscheiden, wie er damit umgehe, sagt Weltin. Er könne die Hinderungsgründe beseitigen oder auf das Kreisrats-Amt verzichten.

Die letzte Sitzung des bisherigen Kreistags ist für den 16. Juli geplant. Dann entscheiden die Kreisräte, ob ein Hinderungsgrund für Bierer besteht. Sollte dem so sein, zieht der Schelklinger Unternehmer Michael Strobl, wie berichtet, für Bierer in den Kreistag ein. Strobl hat nach Bierer die meisten Stimmen für die Freien Wähler bei der Kreistagswahl im Wahlkreis Schelklingen gesammelt.

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