Natur Bienenfleiß hat auch seine Grenze

Karl Huber, Josef Priller, Manuel Hagel und Manfred Nothacker (von links) haben sich am Lehrbienenstand der Ehinger Imker über den Nutzen von Bienen unterhalten. Ganz rechts der Europaabgeordnete Norbert Lins.
Karl Huber, Josef Priller, Manuel Hagel und Manfred Nothacker (von links) haben sich am Lehrbienenstand der Ehinger Imker über den Nutzen von Bienen unterhalten. Ganz rechts der Europaabgeordnete Norbert Lins. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / CHRISTINA KIRSCH 26.07.2018

Nicht nur als Energiepflanze für Biomasse, sondern auch als Blühpflanze für Bienen ist die nordamerikanische durchwachsene Silphie in unseren Breitengraden eine hoch willkommene Nutzpflanze. Bei seinem Besuch am Lehrbienenstand in Ehingen nahm der CDU-Europaabgeordnete Norbert Lins die gelb blühende Staude in Augenschein und ließ sich von den Imkern allerlei Wissenswertes rund um die Bienen erklären.

Weil die Silphie erst relativ spät blüht, sei sie für die Sommerbienen ideal, sagte Imker Karl Huber. „Wenn die durchwachsene Silphie im September geerntet wird, ist das für uns Imker kein Beinbruch“, erklärte Huber. „Unsere Bienen müssen Ende September auch zur Ruhe kommen und sollen gar kein großes Futterangebot mehr vorfinden“, erläuterte sein Kollege Josef Priller.

Die meisten der Imker im Vorstand des 160 Mitglieder starken Ehinger Vereins haben 10 bis 20 Bienenvölker und können mit dem Honigverkauf die Familie und Verwandte beglücken. „Der Verkauf reicht auch noch, um Unkosten zu decken“, sagte Karl Huber. Man betreibe das Hobby aber nicht des Geldes wegen, sondern weil Bienen als Bestäuber lebensnotwendige Nutztiere seien, erklärte Huber.

Zu viele Spritzmittel schlecht

Norbert Lins ging auch auf das Verhältnis zwischen Landwirten und Bienen ein. „Es wäre wünschenswert, wenn Landwirte ihren Raps und andere Frucht abends spritzen, wenn der Bienenflug eingestellt ist“, meinte Karl Huber. Da Bienen in einem Umkreis von bis zu drei Kilometern ausfliegen, sei es gar nicht möglich, die Bienen von der Landwirtschaft fern zu halten. Wenn Bienen zu viel Spritzmittel abbekommen, kann es passieren, dass sie am Bienenstock von den Wächterbienen abgewiesen werden. „Die stören sich am Geruch“, erklärte Karl Huber.

Informationen gab es auch zu den Wildbienen. Die brauchen einen Erdhügel, Holz, Sand und einen Steinhaufen, um heimisch zu werden. Wildbienen fliegen auch nur in einem Umkreis von bis zu 150 Metern. Die Futterpflanzen müssen also in der Nähe sein.

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