Unternehmen Besuch in der Manufaktur für Hundefutter

Ronja Kemmer und Dr. Michael Lohner informieren sich über die Futterherstellung.
Ronja Kemmer und Dr. Michael Lohner informieren sich über die Futterherstellung. © Foto: Bloching
Munderkingen / MARIA BLOCHING 10.08.2018

Ein Fragezeichen steht hinter dem Firmennamen „For Dogs only?“. Übersetzt heißt das: „Nur für Hunde?“. Die Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer (CDU) und Bürgermeister Dr. Michael Lohner haben gestern die Hundefuttermanufaktur besucht, die seit November im Munderkinger Gewerbegebiet ansässig ist. Hier stellen Geschäftsführerin Susann Hahl und ihre acht Mitarbeiter gesundes Futter aus frischen Zutaten her.

Das Futter könnte auch bedenkenlos im Haushalt als Delikatesse aufgetischt werden, sagte Hahl – deshalb das Fragezeichen im Firmennamen. „Wir beziehen unsere Fleischrohware von Kleinbauern aus der Region und das Gemüse knackig frisch vom Gemüsehändler.“ Die Qualität habe natürlich ihren Preis. Doch ihre Stammkunden – Fachgeschäfte, Tierkliniken und private Hundehalter – wüssten, dass sich das auszahle. Sogar bei Krankheit habe sich die Kost bewährt. „Wir lassen eingeschickte Kotproben untersuchen, erstellen kostenlos einen Futterplan und schauen genau, was jeder Hund braucht.“ Ob Trockenfutter oder feuchtes Frischfutter, das in Einmachgläser abgefüllt und etikettiert wird. Insgesamt werden 21 Menüs angeboten, Huhn läuft am Besten.

Eigentlich ist Hahl Modedesignerin, doch sie ist auch Jägerin, Halterin von zwei Jagdhunden und ambitionierte Tierschützerin. Das Futter für ihre Hunde hat sie immer selbst gekocht. Als eine befreundete Tierärztin darauf aufmerksam wurde, war die Idee zur Futter-Produktion geboren. Also startete sie damit vor acht Jahren in Sauggart, schon nach kurzer Zeit zog sie in eine ausgediente Fleischerei nach Uttenweiler. „Wir sind sehr schnell gewachsen.“ Hahl entschloss sich schließlich zum Neubau in Munderkingen. Zurück zu den Wurzeln – denn die Christian-Necker-Straße ist nach dem Großvater ihres Mannes und Gründer der Firma Hahl, Christian Necker, benannt. Auf 450 Quadratmetern findet sie nun perfekte Bedingungen. Für Lohner ein „erfolgreiches Geschäftsmodell“. „Es ist wichtig, dass wir moderne und innovative Betriebe haben“. Ronja Kemmer lobte die Leidenschaft, mit der Hahl ihr Geschäft betreibt: „Es ist toll, dass Sie als Frau den Schritt ins Unternehmertum gewagt haben.“

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