Gastronomie Besiegelt: Griesinger Adler verkauft

Diesen Sommer werden auf der Terrasse beim Griesinger „Adler“ noch Pizza und Pasta serviert, bald wird sich dies wohl ändern: Den Wirtsleuten ist wegen Verkaufs gekündigt worden.
Diesen Sommer werden auf der Terrasse beim Griesinger „Adler“ noch Pizza und Pasta serviert, bald wird sich dies wohl ändern: Den Wirtsleuten ist wegen Verkaufs gekündigt worden. © Foto: Rainer Schäffold
Griesingen / Rainer Schäffold 27.08.2018
Nun steht fest: Das Gasthaus „Adler“ in Griesingen wird verkauft, die Wirtsleute müssen sich neu orientieren.

Nun ist es Fakt: Eigentümer Gebhard Föhr aus Rißtissen hat vorige Woche den Pachtvertrag für das Gasthaus „Adler“ in Griesingen gekündigt. Das Wirts-Ehepaar Elena und Costa Pizzo muss sich im Frühjahr nach dann genau zehn Jahren in Griesingen anderswo eine neue Aufgabe suchen. Dies hatte sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Allerdings hatte Föhr Anfang August gegenüber unserer Zeitung geäußert, der Verkauf sei „noch nicht spruchreif“.

„Aufgrund sich ändernder Eigentumsverhältnisse“, heißt es im Schreiben mit Datum 21. August, kündigt der Eigentümer den Pacht- und Getränkelieferungsvertrag zum 31. März 2019. Die Pizzos haben den Brief auf Facebook veröffentlicht. Er löst bei den Wirtsleuten Entsetzen aus: „Als erstes habe ich eine Runde geheult“, schreibt Elena Pizzo, denn sie habe jeden einzelnen Gast liebgewonnen.

Verkauf „legitim“

Damit haben sich wohl auch die Bemühungen der Gemeinde erledigt, den „Adler“ eventuell zu erwerben. Bürgermeister Oliver Klumpp, der sich momentan im Urlaub befindet, hatte dies ins Gespräch gebracht. „Er hat sich voll reingekniet“, lobt Elena Pizzo. Die Sache sei übrigens „legitim“, sagt sie: Ein Eigentümer könne sein Gebäude jederzeit verkaufen. Nur hätte sie sich etwas mehr Offenheit gewünscht, sagte sie gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Aufgeben wollen die Pizzos freilich nicht: „Ärmel hochkrempeln, neues Lokal suchen und weitermachen“, heißt es in der Mitteilung im Netz. Dass ein Neustart in ihrem Alter – sie 57, er 62 – nicht leicht ist, sei ihr klar. „Auf jeden Fall“, sagte die Wirtin gestern, wollten sie und ihr Mann wieder ein Restaurant führen. „Mein Mann ist der geborene Wirt.“ Jedenfalls ist das Paar jetzt auf intensiver Suche nach einer Gaststätte möglichst in der Nähe, um auch die bisherigen Gäste „mitnehmen“ zu können.

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