Freizeit Bergemer Stoppelcross

RENATE EMMENLAUER 24.08.2018

Wer von der B 492 zwischen Allmendingen und Schelklingen abbiegt, dann auf der Kreisstraße 7334 in Richtung Lutherische Berge fährt, kann die gewaltigen Erdbewegungen links der Katzensteige auf dem großen Stoppelfeld nicht übersehen. Der siebte Bergemer Stoppelcross wird vorbereitet.

Bagger kommen kaum voran

Die Trockenheit der vergangenen Wochen bedeutete für das Dutzend Helfer jede Menge Staub schlucken. „Ein ordentlicher Regenschüttler wäre uns bei den Vorbereitungen entgegen gekommen. Nicht nur wegen dem Staub, auch weil der Bagger kaum in den steinharten Boden kommt“, sagen Peter Rieger und Florian Schwarz, die das Sportevent auch in diesem Jahr federführend organisieren. Was das Wochenende angeht, rechnen die beiden schon mit dem Regen: „Wir sind zwar keine Hellseher, aber die Wetterprognosen stehen auf Regen, und bisher hatten wir jedes Jahr noch einen Tag mit Schlamm dabei.“

Gerne hätten sie den Stoppelcross wieder auf dem Areal der vergangenen beiden Jahre zwischen Ennahofen und Grötzingen ausgerichtet, „weil das dort sehr kompakt war. Weil der Weizen diesmal wegen der Trockenheit und Hitze so früh geerntet werden musste, ist auf dem Areal schon Raps angesät.“ Dankbar seien Rieger und Schwarz den Allmendinger Landwirten, die ihnen spontan das Stoppelfeld und die angrenzende Wiese an der Katzensteige zur Verfügung gestellt haben. „Für die Teilnehmer wie Besucher ist das Gelände hier richtig gut zu finden und auch anzufahren.“ Weshalb dem ausgiebigen Fahrspaß am Wochenende, jeweils von 8 bis 18 Uhr, nichts mehr entgegensteht.

Die 1,2 Kilometer lange Fahrstrecke wird seit Montag angelegt, zudem Hügel und Sprungschanzen aufgehäuft, um den Motocrosslern noch mehr Nervenkitzel und Fahrspaß zu bieten.

Erneut läuft der Bergemer Stoppelcross unter der Devise „Just for Fun“, weshalb kein Wettbewerb stattfindet. Anmeldungen laufen an den Veranstaltungstagen vor Ort. Wie schon in den Jahren zuvor wird nicht auf Zeit oder auf Punkte gefahren. Vielmehr ist der Stoppelcross als „lizenzfreies Fahren“ ausgerichtet, bei dem alle Motorsportbegeisterten für Zweiräder und Quads nach Lust und Laune auf der professionell angelegten Strecke fahren können. Altersgrenze gibt es keine. Am Wochenende werden zwischen 100 und 120 Teilnehmer erwartet, teils bis aus dem benachbarten Ausland. Damit auch die kleinen Cracks auf ihre Kosten kommen und ihre Fahrkünste ausbauen können, wird wieder eine Kinderstrecke eingerichtet.

„Das ist auch ein Stück Eigenwerbung für das Motocross“, so der Tenor der Initiatoren. Sie haben den Bergemer Stoppelcross deshalb etabliert, weil es weit über die Region hinaus zu wenige Möglichkeiten gibt, diesen Sport auszuleben. „Immer mehr Motocrossanlagen werden geschlossen. Hier in der Umgebung gibt es nicht eine einzige mehr. Mit dem Stoppelcross wollen wir die Kontakte zwischen den Motocrosslern und Fans fördern“, berichtet Peter Rieger.

Erste „Ölkannen-Party“

Weil der gesellige Aspekt beim Bergemer Stoppelcross ebenso eine Rolle spielt, wird erneut ein Festzelt mit Bewirtung aufgebaut. Morgen Abend, 25. August, gibt es von 21 Uhr an die erste „Ölkannen-Party“,. Auch eine Cocktailbar wurde organisiert.

Info Der Stoppelcross findet bei jedem Wetter statt. Zahlreiche Parkplätze für die Besucher stehen zur Verfügung, ebenso ein großes Fahrerlager.

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