Lernen Bereits der 40. Integrationskurs

Fröhliche Gesichter: Die Teilnehmer des 40. Integrationskurses mit ihren Zertifikaten.
Fröhliche Gesichter: Die Teilnehmer des 40. Integrationskurses mit ihren Zertifikaten. © Foto: Christina Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 05.06.2018

„Ich dachte bisher immer, Frauen würden viel reden“, scherzte Kursleiter Wolfgang Schleicher gestern in seiner Rede zur Zertifikatübergabe im Franziskanerkloster. „Ich habe in diesem Kurs ganz andere Erfahrungen gemacht“, meinte der Kursleiter und der entsprechende Mann fühlte sich sofort angesprochen. Die Frauen schmunzelten dazu. 24 Teilnehmer hatten den 40. Integrationskurs mit der mündlichen Prüfung abgeschlossen. „Schön, dass dabei Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern eine Gruppe geworden sind“, meinte Volkshochschulleiter Peter Dunkl.

376 000 Personen haben seit 2017 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Kurse bekommen. „Das ist ein Beweis, dass der deutsche Staat auf Integration großen Wert legt“, sagte Peter Dunkl. Mit dem Erwerb der Sprache komme man in der Gesellschaft zurecht. Schwierig seien nur die Dialekte. Unter diesen Umständen sei es nicht leicht, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, sagte der Volkshochschulleiter, und die Teilnehmer stimmten eifrig zu. Trotzdem forderte auch Andrea Gräter die Teilnehmer auf, im Gespräch zu bleiben. „Verständigung hilft beim Verstehen“, meinte die Organisatorin der Kurse. In diesem Kurs nun schlossen 15 Teilnehmer das Niveau B1 ab, das auch Voraussetzung für den Einbürgerungstest ist. 8 Teilnehmer schlossen mit der niedrigeren Stufe A2 ab.

Ausweis für Stadtbücherei

Die Teilnehmer erhielten 600 Unterrichtseinheiten Deutsch und 100 Unterrichtseinheiten Orientierungskurs. „Wenn Sie öfter im Unterricht gewesen wären und mehr das gemacht hätten, was der Lehrer immer und immer wieder gesagt hat, dann hätten Sie auch B1 geschafft“, war Wolfgang Schleicher überzeugt.

Alle B1-Absolventen erhalten als kleines Geschenk einen kostenlosen Ausweis für die Ehinger Stadtbücherei, um ihre Deutsch-Kenntnisse weiter vertiefen zu können. Die Kursteilnehmer kamen aus Ungarn, Afghanistan, Peru, Mexiko, Russland und der Türkei. „Es kommen immer noch Spätaussiedler“, schilderte Andrea Gräter.

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