Treibstoffe Benzin auch in Ehingen immer knapper

Benzin wird an Tankstellen zunehmend knapper.
Benzin wird an Tankstellen zunehmend knapper. © Foto: dpa
Ehingen / Rainer Schäffold 09.11.2018
Die Preise an den Tankstellen steigen, was daran liegt, dass der Treibstoff knapp ist. Noch steht die Versorgung.

Sehr schlecht sei der Nachschub, der Einkauf momentan „sehr erschwert“, sagt Axel Kirsamer, Geschäftsführer der bft-Tankstelle Späth an der Riedlinger Straße in Ehingen. Damit beschreibt er einen Engpass an Treibstoff, der momentan im Land herrscht und der die Preise an den Zapfsäulen in scheinbar immer neue Höhen jagt.

Fast wöchentlich werden neue Höchststände an den Preissäulen der Tankstellen notiert – obwohl der Rohölpreis seit seinem Jahreshöchststand Anfang Oktober um rund 20 Prozent gesunken ist. Für diese Abkoppelung gibt es zwei Gründe: Wegen des Niedrigwassers können Schiffe bei weitem nicht ihre volle Ladung transportieren und fahren daher mit viel weniger Benzin, vor allem auf dem Rhein. Und am 1. September gab es eine Explosion mit Großbrand in einer Raffinerie in Vohburg bei Ingolstadt. „Da hat auf einmal eine riesige Menge an Treibstoff gefehlt“, weiß Tankstellenbetreiber  Kirsamer.

Nicht alle Tanklager im Süden ausreichend versorgt

Das sich dadurch verknappende Angebot führt zu größeren Entfernungen, über die der Sprit transportiert werden muss. Dies spürt auch die Ehinger Spedition Bayer, die Tankstellen in Baden-Württemberg und in angrenzenden Bundesländern beliefert. Dies werde zunehmend schwieriger, sagt Geschäftsführerin Sonja Bayer, weil nicht alle Tanklager im Süden ausreichend versorgt seien. „Wir fahren längere Strecken und brauchen dafür länger“, erklärt sie, was momentan eine „Riesen-Anstrengung“ für das Unternehmen bedeute. Denn die großen Anbieter hätten momentan kaum bis gar keine Ware, sagt Kirsamer. „Der was hat, da geht die Meute hin“, berichtet er von großer Nachfrage auf dem Treibstoffmarkt. Nicht alle Tanklager seien ausreichend versorgt, bestätigt Sonja Bayer.

Vorsorglich Lagertanks gefüllt

In einer solchen Situation sei auch Weitsicht gefragt. Vorsorglich habe Späth die Lagertanks gut gefüllt, erklärt Axel Kirsamer. Bayer überwache stets die Bestände an den Tankstellen, deren „Verkehrsbereitschaft“ sie zu sichern habe. „Momentan sind wir noch gut dabei.“ Wie lange das noch geht, weiß Sonja Bayer allerdings nicht. Eins sei sicher: „Es müsste dringend regnen, und dann sehr viel.“

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