Ehingen Baumschnitt fördern - Landeskonzept setzt auf Sammelanträge

Im fünfjährigen Förderzeitraum muss jeder beantragte Baum mindestens einmal geschnitten werden.
Im fünfjährigen Förderzeitraum muss jeder beantragte Baum mindestens einmal geschnitten werden. © Foto: dpa
Ehingen / KIR 04.11.2014
Die Förderung des Baumschnitts war Thema am Grünen Tisch im Ehinger Rathaus. Karl-Heinz Glöggler vom Landratsamt stellte das Konzept des Landes vor, nachdem maximal 30 Euro je Baum an Zuschuss möglich sein sollen.

"Die Ausführungsbestimmungen harren noch der Verabschiedung", bedauerte Glöggler. Die Förderung der Landesregierung soll die Arbeit der Menschen wertschätzen, die Streuobstbäume pflegen. Vorgesehen sind Sammelanträge von Vereinen, Mostereien, Initiativen, Kommunen oder Landschaftserhaltungsverbänden, die ein Schnittkonzept vorlegen müssen. In diesem werden mehrere zusammenhängende Flurstücke zusammengefasst und anhand eines Luftbilds die Bäume markiert. Daraus muss ersichtlich sein, wann welche Bäume geschnitten werden.

Grundsätzlich können Kern- und Steinobstbäume mit einer Stammhöhe von in der Regel 1,40 Meter aufgenommen werden. Vorrang bekommen hohe Obstbäume; ein Pflegekonzept für den Unterwuchs muss vorliegen, chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel sind verboten und Naturschutzaspekte wie Totholz oder Wildbienen müssen beachtet werden. Wichtig sind auch die Verwertung des Mäh- und Schnittgutes sowie die Umweltbildung, etwa durch Kooperationen mit Schulen. Pro Baumschnitt werden 15 Euro ausbezahlt. Im fünfjährigen Förderzeitraum muss jeder beantragte Baum mindestens einmal geschnitten werden. Jeder Baum darf jedes Jahr geschnitten werden, er wird aber maximal zweimal im Förderzeitraum gefördert. Anträge demnächst im Internet: www.streuobst-bw.info