Gemeinden Emerkingen: Bauland ist zentrale Aufgabe

Bauland-Erschließung, Dachsanierungen, Umbau der Straßenbeleuchtung: In Emerkingen steht 2018 einiges an.
Bauland-Erschließung, Dachsanierungen, Umbau der Straßenbeleuchtung: In Emerkingen steht 2018 einiges an. © Foto: purplequeue - Fotolia
eb 03.01.2018
In Emerkingen steht die Dachsanierung des Kindergartens an. Auch die „Alte Molke“ bleibt ein Thema.

Bauland-Erschließung, Dachsanierung im Kindergarten, Umbau der Straßenbeleuchtung: Die Gemeinde Emerkingen hat 2018 einiges an Aufgaben zu bewältigen, schildert Bürgermeister Paul Burger.

Was waren die wichtigsten Ereignisse 2017 in Ihrer Gemeinde? Was war dabei eine Herausforderung?

Paul Burger: Das Beste vorweg: Der Ausflug nach Laterns in Österreich mit Bergmesse war für mich die Besonderheit des Jahres 2017. Fast 150 Teilnehmer konnten die Messe auf rund 1500 Metern feiern. Umrahmt von der Musikkapelle Emerkingen, vom Ensemble Nuevo Timbre und vom Glockengebimmel der Weidekühe, feierte Pfarrer Thomas Pitour die Messe unter freiem Himmel. Für Jung und Alt war es ein erlebnisreicher Tag. Dass dabei das Miteinander an erster Stelle stand, hat mich ganz besonders gefreut.

Die Erweiterung und Fertigstellung des Urnengrabfeldes war ein von vielen Besuchern unseres Friedhofs gelobtes Projekt. Nachdem mit dem Versetzen der Einfriedung Platz geschaffen worden war, konnte die Anlage um einen zweiten Felderring erweitert werden. Damit sind weitere 16 Urnenfelder entstanden. Die Wege sind problemlos mit Rollator oder Rollstuhl befahrbar. Die Planung für weitere Bestattungsformen wurde in die Wege geleitet. So wurde der innere Bereich des Urnenfeldes für anonyme Urnenbestattungen aufbereitet.

Vor welchen Herausforderungen steht Ihre Gemeinde 2018 und wie sind Sie darauf vorbereitet?

Burger: Weil noch mit Ende des Jahres 2016 die Erschließung des Bauabschnitts 3b des Gebiets Stützen IV fertiggestellt wurde, konnten dort 2017 erfolgreich Bauplätze zur Verfügung gestellt werden. Inzwischen sind bereits einige Bauanträge gestellt und erste Bautätigkeiten aufgenommen worden. Um auch 2018 Bauplätze anbieten zu können, wurden die Planungen für den letzten Bauabschnitt 4 begonnen. Diese Erschließungsmaßnahme mit rund 220 000 Euro wird 2018 die zentrale Aufgabe sein.

In unserem Kindergarten muss die Dachkonstruktion saniert werden. Hier wurden im vergangenen Jahr bereits provisorisch die größten Problemstellen beseitigt, nun muss in größerem Stil an der Instandsetzung gearbeitet werden. In den Gruppenräumen werden neue Raumteilsysteme angeschafft, Wände und Schrankfronten werden optisch aufgewertet. So soll ein moderneres und frisches Ambiente entstehen.

Der Breitbandausbau und die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung wurden 2017 ebenfalls auf den Weg gebracht. Für beide Vorhaben konnten Förderungen erzielt werden, die die Basis für eine zuverlässige Finanzierung bilden. So kann in diesem Jahr, wenn der überregionale Breitband-Leitungsring durch unsere Gemarkung geschlossen wird, mit dem Anschluss des Gewerbegebiets an das schnelle Internet begonnen werden.

Für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung wurde bereits ein Umrüstungskonzept erstellt und die Ausführung beauftragt. Neun Straßenzüge können so umgerüstet werden. Zudem soll eine neue, digitale Steuerung der Straßenbeleuchtung angeschafft werden. Der Gemeinderat hat sich dafür entschieden, bei der Bündelausschreibung des Gemeindetags einen Teil der Einrichtungen mit hundertprozentigem Ökostrom zu versorgen. Letztendlich steht der geringe Mehrpreis in keinem Verhältnis zum ökologischen Nutzen. Eine beispielhafte Entscheidung mit Weitblick, wie ich finde.

Wem wollen Sie danken, was wünschen Sie der Gemeinde für 2018?

Burger: Nachdem ich seit März das Amt des Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Munderkingen inne habe, ist es mir umso mehr bewusst, wie wertvoll die Arbeit um unser Wohlergehen und unsere Sicherheit ist. So möchte ich ganz besonders allen danken, die darum bemüht sind: DRK, Polizei, Feuerwehr. Es ist mir ein Anliegen, um Verstärkung, vor allem für Sanitätsdienste, zu werben. So wünsche ich mir, neue Mitglieder gewinnen zu können. Nur dann können unsere Leistungen auf Dauer gesichert werden.

Mein besonderer Dank gilt den Gemeinderäten für ihr Engagement zum Wohle Emerkingens wie auch den vielen Ehrenamtlichen, die Basis und Grundpfeiler unseres Gemeinwohls sind.

Unserer Gemeinde wünsche ich, dass wir die anstehenden Projekte erfolgreich bewältigen können. Am Herzen liegt mir dabei, eine Lösung für unseren Dorfladen „Alte Molke“ zu finden, die die Nahversorgung in der Gemeinde Emerkingen auch für die kommenden Jahre sichert.