Wohnen Baugebiet kommt

Oberdischingen / Rainer Schäffold 20.06.2018
Der Gemeinderat hat das neue Baugebiet „Oberdischingen Nord“ auf den Weg gebracht.

Groß war das Interesse im Oberdischinger Gemeinderat am Thema Bauplätze: Gut 20 Zuhörer waren am Dienstag gekommen, als das Gremium des Aufstellungsbeschluss fürs neue Baugebiet „Oberdischingen Nord“, mit einer Gegenstimme von Toni Werner, gefasst hat. 39 Bauplätze sollen im Norden entstehen, direkt im Anschluss an die bestehende Bebauung.

In zwei Reihen in West-Ost-Richtung sind die Grundstücke angeordnet, dazwischen eine Straße. An der West- und Ostseite ist jeweils ein Wendehammer vorgesehen, wie Martin Homm vom Reutlinger Ingenieurbüro Künster im Rat erklärte. Das Gebiet wird im Südwesten über den Galgenweg und im Südosten über die Normannenstraße erschlossen. Die Einrichtung einer Bushaltestelle wäre theoretisch möglich, erklärte Bürgermeister Fritz Nägele. Das Regenwasser des neuen Baugebiets soll gesammelt und in ein großes Retentionsbecken an der Nordostecke des bisher bebauten Gebiets geleitet werden. „Es ist für ein HQ extrem ausgelegt“, erklärte Nägele, also für mehr Wasser als bei einem 100-jährlichen Hochwasser.

Firsthöhe bleibt bei 9 Meter

Zugelassen werden Einzel- oder Doppelhäuser mit bis zu zwei Vollgeschossen, aber keine Gartenbaubetriebe und Tankstellen. Die Firsthöhe der neuen Gebäude ist auf 9 Meter beschränkt, die Räte Reinhold Breitenmoser und Marius Hirsch hatten sich für eine Reduzierung auf 8,50 Meter ausgesprochen.

Seit Mai 2017 können laut Baugesetzbuch Flächen auch im Außenbereich erschlossen werden, sofern die Grundfläche kleiner als 10 000 Quadratmeter ist. Oberdischingen erfülle diese Vorgabe mit rund 9500 Quadratmeter. Dabei ist auch kein Umweltbericht notwendig. Zuvor hatte das Land nach dem Prinzip „Innen- vor Außenentwicklung“ keine Möglichkeit mehr gelassen, neue Baugebiete auch außerhalb des Orts auszuweisen.

Obwohl die geplanten Bauplätze komplett im Außenbereich sind, liege der Gemeinde auch viel an der Innenentwicklung, heißt es in der Sitzungsvorlage. Im Ortskern gibt es viele potenzielle Baulücken, doch werden viele durch landwirtschaftliche Hofstellen blockiert, die Bestandsschutz genießen.

Die Pläne liegen aus

Das Baugebiet kann später nach Westen hin erweitert werden, dazu müsste dann aber der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Planungen liegen jetzt vier Wochen aus, in dieser Zeit kann Einspruch eingelegt werden.

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