Landschaftsmalerei, das Stadtleben auf Acrylglas und das Thema Mensch in seiner ganzen Vielfalt zeigt die Galerie Kunstkeller in Berg in ihrer neuen Ausstellung mit Werken des Münsinger Künstlers Karl Striebel und des Munderkinger Bildhauers Johannes Walter. Vernissage ist am Sonntag, 27. April, 11 Uhr.

Karl Striebels Ausbildung erfolgte auf dem zweiten Bildungsweg bei unterschiedlichen Dozenten im In- und Ausland, beispielsweise seit 1995 an der Europäischen Kunstakademie Pro Arte in Italien und bei Studienaufenthalten in Frankreich und Italien. Seit rund 20 Jahren ist er Dozent für Malerei an mehreren Volkshochschulen in der Region. Mit Ansichten der Alb-Hochfläche und des Alb-Biosphärengebietes - in der aktuellen Ausstellung vor allem Bäume und Wälder - reflektiert Striebel in seinen Arbeiten die traditionsreiche Gattung der Landschaftsmalerei. In der Nachfolge expressionistischer und informeller Malerei des 20. Jahrhunderts geht es dabei um einen zutiefst subjektiven Eindruck des visuell Erfahrenen. Ein schneller ungezwungener Pinselstrich dominiert die Bildflächen.

Daneben zeigt Striebel Arbeiten auf Acrylglas, die das Leben in der Stadt zum Thema haben. Hierbei kombiniert er die Stadtsituationen mit fremden Objekten und Figuren und lässt die scheinbar vertraute Umgebung fremdartig erscheinen.

Johannes Walter bezeichnet sich selbst als autodidaktischen Bildhauer. Er arbeitet seit etwa 25 Jahren in seinem Atelier in Munderkingen. Dort entstehen Skulpturen, Plastiken, Reliefs und Objekte aus Holz, Bronze, Metall, Ton, Papier und Gips. Er variiert das Thema "Mensch" in seiner weiblichen und männlichen Vielfalt, im Äußeren wie auch im Inneren. Sein Lieblingsmaterial ist Holz: "Linde, Birnbaum, Zwetschge, Eiche, Buche und Weide - jeder Baum ein Unikat, von den Jahren gezeichnet. Diese Vielfalt interessiert mich."

Mit Liebe zum Detail entsteht aus einem Holzstück eine Gestalt. Die Plastiken sprechen durch ihren Körper, erzählen eigene Geschichten, werden zu Persönlichkeiten, sagt Walter. Am liebsten schafft er seine Holzskulpturen in Handarbeit. Er benutzt äußerst selten Maschinen, sondern bevorzugt den direkten Kontakt mit dem Material.

Info Die Ausstellung geht bis 25. Mai und ist sonntags und am 1. Mai von 14 bis18 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet; www.heidimoll.de.