Kirchen Ausgelassene Weiberfasnet

Kirchen / CHRISTINA KIRSCH 13.02.2015
Eine ausgelassene Weiberfasnet feierte der Turngau Ulm unter dem Motto "Rund um den Globus" in der Turnhalle Kirchen. Die Grashüpfer waren diesmal Ausrichter; ihre "Spätlese" kam bestens an.

Die Grashüpfer in Kirchen sind unter ihrer Leiterin Helga Aierstock eine rührige Truppe und immer wieder Ausrichter von Ereignissen, die über den eigenen Verein hinausgehen. Dieses Jahr haben sich die Kirchener den Turngau Ulm ins Haus geholt und die Stimmung schwappte bei der Weiberfasnet schon in der ersten Schunkelrunde auf die Besucherinnen über. Die Herren konnten da bloß staunen: Männliche Wesen waren bei der Weiberfasnet für die "niederen" Dienste wie Bar oder Tontechnik abkommandiert. Beate Vogt-Sailer und Claudia Kley moderierten den Abend, den die "Spätlese" fetzig eröffnet hat. Die Gründungsmitglieder der Grashüpfer hatten zu Sonnenbrille, Luftgitarre und jeder Menge Haarspray gegriffen, um maximal gestylt eine heiße Turnschuhsohle aufs Parkett zu legen. Helga Aierstock hatte den Tanz mit den etwas älteren Semestern einstudiert.

Eine bis zwei Generationen jünger waren die Mädels des SV Eggingen, die ihre Beine zu einem flotten Charleston fliegen ließen. Die beiden Grashüpfer Brigitte Rauschenberger und Gerda Wiker amüsierten mit einem Tanzschulen-Sketch. Frisch aus der Dusche, noch im Bademantel, versuchte sich Brigitte Rauschenberger an Tangoschritten, angeleitet von Gerda Wiker als Tanzlehrer. Das Publikum amüsierte sich prächtig über den holprigen Stolpertanz. Die Mädels vom SC Lauterach traten mit Palmwedeln als Leopardinnen im Dschungel auf (Leitung Sabine Mutschler) und hatten auch unter dem Titel "Die Mumie" einen Tanz (Leitung Heidi Restner) einstudiert. Wie schon beim Fasnetsball am vergangenen Wochenende, traten "de Jonge" der Grashüpfer Kirchen als Spacegirls auf (Leitung Judith Betz) und "de Erfahrene" zeigten ihren Kampf um Rom (Leitung Helga Aierstock). Vom SC Staig kam eine Herde Zebras herangaloppiert, die ihr Dompteur auf der Bühne im Kreis springen ließ. Der SV Baltringen hatte Nebelgeister mitgebracht und der FC Hüttisheim seine Tänzerinnen aus Afrika eingeflogen.

Bei der Weiberfasnet stürmten die Frauen zwischen den Programmbeiträgen die Bühne zum Tanzen und auch die Bar war zu später Stunde dicht umlagert. Die Männer hinter dem Tresen hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun.