Ehingen Aus den Vereinen vom 31. Oktober 2015

Architekt Gerhard Scheid führte rund 40 Besucher durch die Konviktskirche - mehr als drei Jahre und 2,7 Millionen Euro hatte der Umbau gekostet.
Architekt Gerhard Scheid führte rund 40 Besucher durch die Konviktskirche - mehr als drei Jahre und 2,7 Millionen Euro hatte der Umbau gekostet. © Foto: Hans Braig
SWP 31.10.2015

KAB in Konviktskirche

An der Besichtigung der Konviktskirche in Ehingen, deren Altar 2015 nach der Renovierung geweiht wurde, nahmen 40 Mitglieder der KAB Ehingen und auch Gäste teil. Architekt Gerhard Scheid beschrieb, dass vor allem das Tragegebälk angegriffen gewesen sei. Mehr als 80 Tonnen Schutt seien entsorgt und dagegen rund 80 Kubikmeter Holz eingebaut worden. Die gesamte Sanierung habe 2,7 Millionen Euro gekostet und drei Jahre gedauert. Das frühere Sitzgestühl sei wieder verwendet worden, die Gottesdienstteilnehmer könnten bequem nebeneinander Platz nehmen. Der Architekt umriss gemeinsam mit Johannes Lang vom Museumsverein die Kirchengeschichte: Nachdem König Wilhelm 1825 das Konvikt gegründet habe, sei die Renovierung der Kirche ab 1841 von ihm gefördert worden. Sie war durch einen Blitzeinschlag im Jahr 1769 schwer beschädigt worden.

Ein Teilnehmer stellte die Frage, wie die Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt gewesen sei. Scheid antwortete: "Mit den Behörden und Baufirmen gab es keine Probleme." Zu dem von Professor Josef Henselmann gefertigten Altar stellte sein Enkel, Bildhauer Josef Alexander Henselmann, den neuen Ambo, die Tabernakelsäule und die Ewiglichthalterung her. Die meisten Teilnehmer stiegen aufs Kirchendach und genossen auf dem Besuchersteg die Aussicht.