Im September hat sich der 37-jährige Zollfahnder Kevin Wiest aus Moers gegen fünf Mitbewerber in Oberstadion bei der Bürgermeisterwahl durchgesetzt. Nach zwei Jahren im Amt hatte sein Vorgänger im Juni überraschend gekündigt. Schon im ersten Wahlgang gewann Wiest nach einem engagierten Wahlkampf gut 87 Prozent der Stimmen. Neben der kostspieligen Großbaustelle Backbone-Netz, die er in den nächsten Jahren mit allen seinen Bürgermeister-Kollegen in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Munderkingen teilt, hat Wiest viele weitere Pläne. Neben Projekten wie Kinderkrippe im Schulgebäude und Hochwasserschutz will er am Rathausvorplatz eine E-Bike-Tankstelle einrichten und sich auch um eine E-Tankstelle im Ort bemühen. „Wir müssen an der Zukunft dran bleiben, und ich wünsche mir dafür, dass in Oberstadion der Zusammenhalt so gut bleibt wie bisher.“ Zu erwähnen ist für 2016 noch in Oberstadion die Einweihung der Halle, deren Sanierung gemeinsam mit anderen Gemeinden im Winkel und mit Hilfe von Zuschüssen gestemmt wurde.

Wahlen gab es auch in Rottenacker, wo Bürgermeister Karl Hauler erneut ins Amt gesetzt wurde. Er freut sich besonders über erfolgreiche Vorstandswechsel in den Vereinen und die Arbeit des Helferkreises für Flüchtlinge. Seit einigen Monaten werden die Helferkreise der VG von der Hauptamtlichen Beate Kast unterstützt. „Die Gemeinde Rottenacker wird 2017 den Sanierungskurs konsequent beibehalten. Landessanierungsprogramm, Grundschule, Hallentechnik und Straßensanierungen (Blumenstraße) stehen an“, schreibt Hauler. Die Innenentwicklung soll etwa mit dem „Schildknechtareal“ vorangebracht werden.

Auch in Untermarchtal waren Wahlen: Bernhard Ritzler wird am 11. Januar erneut ins Amt eingesetzt. Für ihn war dort die Bürgerversammlung im Sommer, in der sich sehr viele Bürger eingebracht haben, erfreulich. In seinem zweiten Ort, in Lauterach, „konnte endlich die Befestigung des Parkplatzes bei der Sporthalle“ umgesetzt werden. Der Lauterlauf und der Jugendtag am Kloster Untermarchtal seien wieder Höhepunkte im Jahr gewesen. Besonders angetan ist Ritzler vom hohen bürgerschaftlichen Engagement in seinen beiden Gemeinden.

Unterstadion hat die Mittel für den Kauf eines Feuerwehrlöschfahrzeugs bereitgestellt, wie sich Bürgermeister Uwe Handgrätinger freut, der in seinem Rückblick den Kraftakt Hallensanierung in Oberstadion erwähnt, wie auch die Unterzeichnung der Erdgaskonzessionsverträge im Winkel. Kommen die nötigen Zuschüsse, geht es 2017 an den Umbau am Feuerwehrhaus, Anbau am Bauhof und einen barrierefreien Zugang zum bestehenden Gemeindesaal und Neubau eines Gemeinschaftsraumes – zur Stärkung des Dorfkerns. Auch wird ein neues Baugebiet „Stützenäcker III“ erschlossen. Die Gemeinde Grundsheim werde wohl 2017 ein gebrauchtes wasserführendes Feuerwehrfahrzeug kaufen.

In Bürgermeister Anton Bucks Rückblick für Obermarchtal spielen die Einweihung der sanierten Mehrzweckhalle, die Erschließung von 13 Grundstücken im Neubaugebiet „Halde V“ in Reutlingendorf und die dortigen umfangreichen Abwasserprojekte eine bedeutende Rolle. Der Neubau des Hochbehälters hat bereits begonnen. 2017 sind Hochwasserschutz, Internet und Baugrund die wichtigen Themen. Auch Buck freut sich – wie alle seine Kollegen – über die gute Arbeit der lokalen Helferkreise.

Im Jahr von Bürgermeister Paul Burger in Emerkingen war die Erweiterung des Baugebiets „Stützen IV“ wichtig. Es gab Betriebserweiterungen, eine neue Küche im Kindergarten, die Einweihung der neuen Dorfmitte, Hundetoiletten, die naturnahe Erweiterung des Tobelbachs und eine Teilsanierung in der Römerhalle. 2017 stehen eine Erweiterung der Urnengräberanlage am Friedhof, die Erschließung des Gewerbegebiets und, wie überall, das Backbone-Netz und wie in einigen VG-Gemeinden die Sanierung der Straßenbeleuchtung an.

In Unterwachingen und Hausen am Bussen steht für Hans Rieger die nächste Bürgermeisterwahl an. Er will nochmal antreten. In Hausen wurden in der „Alten Molke“ Flüchtlinge aufgenommen, dort soll im Frühjahr die Sanierung des Gemeinderaums mit Anbau einer WC-Anlage, Aufenthaltsraum und barrierefreiem Zugang zum Gemeinderaum losgehen. Unisono wünschen die VG-Bürgermeister für die Gemeinden der Region eine gute Weiterentwicklung und allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest, beste Gesundheit und Wohlergehen im neuen Jahr.