Mitarbeiter der Stadt haben Bäume und Büsche gefällt, die bei den Altglascontainern entlang eines Wegs beim Schelklinger Bauhof standen. Das hat Proteste unter den Anwohnern ausgelöst. Eine "Nacht-und-Nebel-Aktion" sei das gewesen, ein wunderschönes Biotop sei vernichtet worden. Und die Gründe für das Fällen seien überhaupt nicht nachvollziehbar, sagte Angelika Härter, die in der Nähe wohnt.

Bei einem Vor-Ort-Termin besprachen gestern Nachmittag Schelklingens Bauamtsleiter Markus Schmid, Bauhofleiter Albert Steinle und die Anwohner die Sache. Drei Gründe nannte Schmid als Anlass für die Fällaktion: Zwei der Bäume hätten die Durchfahrt für Bauhof-Fahrzeuge schwierig gemacht, außerdem hätten Äste immer wieder gestreift, wenn Bauhof-Mitarbeiter mit dem Lastwagen vorbeifuhren. Zudem hätten die wild gewachsenen Bäume und Büsche immer wieder ziemlichen Dreck auf dem Bauhofgelände verursacht. Das Grundstück, auf dem Bäume standen, sei im städtischen Besitz. Auch die Frist bis zum 1. März, in der Bäume gefällt werden dürfen, sei eingehalten worden.

Wegen zwei Bäumen, die angeblich eine Verkehrsbehinderung darstellten, müsse man doch nicht gleich alles kaputt machen, schimpfte Härter gestern. Bis zu 19 gefällte Bäume zählte sie. Schmid dagegen kam nur auf fünf bis sechs große Bäume, die anderen seien große Büsche gewesen. Die Bürger beklagten sich auch, nicht rechtzeitig über die Fäll-Aktion informiert gewesen zu sein. "Schwierig, wen hätte ich da alles informieren sollen", sagte Schmid dazu.

Härter hat auch den Naturschutzbund informiert und möchte jetzt, dass die Stadt an dieser Stelle wieder Bäume und Büsche anpflanzt. Schmid und Steinle plädierten aber gestern Nachmittag dafür, die Wurzelstöcke, darunter Weiden, einfach wieder austreiben zu lassen. Das gehe dann ganz schnell. Innerhalb eines Jahres sehe man dann schon wieder einiges Grün, in ein paar Jahren sei alles wieder hochgewachsen.