Erziehung Millionen-Anbau für Kindergarten Ulrika Nisch

Millionen-Anbau geplant.
Millionen-Anbau geplant. © Foto: purplequeue - Fotolia
Ehingen / Rainer Schäffold 12.07.2018
Für gut eine Million Euro will die Stadt den Kindergarten Ulrika Nisch ausbauen.

Ehingen braucht Kindergartenplätze. Deswegen soll der katholische Kindergarten Ulrika Nisch ausgebaut werden. In der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 19. Juli, Beginn 16.15 Uhr im Rathaus, wird dies ein Thema sein.

Geplant ist auf dem gut 1800 Quadratmeter großen Grundstück, das früher für den Bau eines Gemeindehauses geplant war und das der katholischen Kirchengemeinde gehört, einen Neubau zu erstellen, heißt es in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung. Darin sollen zusätzliche Gruppenräume unterkommen. Und es sollen „gewisse Defizite“ behoben werden, was die räumliche Gestaltung für eine Ganztagsbetreuung betreffe.

Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen steigt, schreibt die Stadt. Dies habe die Bedarfsplanung fürs vorige und für dieses Jahr deutlich gezeigt. Zum einen benötigten immer mehr Eltern berufsbedingt eine Ganztagsbetreuung. Zum anderen ist die Stadt bestrebt, allen Krippenkindern am dritten Geburtstag einen Ganztagsplatz im Kindergarten bereitstellen zu können. Denn erfahrungsgemäß brauche der Großteil der Krippenkinder im Anschluss eine Ganztagsbetreuung, heißt es in der Vorlage.

Im Auftrag des Trägers der Einrichtung, der katholischen Kirchengemeinde, hat Architekt Michael Hamm bereits eine Planung angefertigt. Die Gesamtkosten sollen knapp 1,3 Millionen Euro betragen, die die Stadt übernimmt. Sie erhofft sich dafür Zuschüsse des Bundes in Höhe von 240.000 Euro; keine Förderung sei aus Mitteln des kirchlichen Ausgleichstocks zu erwarten.

Urbanes statt Mischgebiet

Für die Bebauung des Schelle-Areals wird die Verwaltung dem Gemeinderat einen erneuten Entwurfsbeschluss vorlegen. Denn die bauliche Nutzung werde von einem Mischgebiet in ein Urbanes Gebiet geändert, was laut Sitzungsvorlage einen erneuten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss nötig mache. Ein Urbanes Gebiet ermögliche einen geringeren Anteil an Gewerbe sowie eine dichtere Bebauung und trage so der „ansteigenden Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum“ Rechnung.

Erster Beschluss im Januar

Wie berichtet plant das Ehinger Bauunternehmen Brotbeck nördlich des Bahngleises und südlich der Adolffstraße 43 Wohnungen verschiedener Art und Größe, eins der Gebäude soll neun Stockwerke hoch werden. Den ersten Entwurfsbeschluss hatte der Rat Ende Januar gefasst.

Nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht hingegen eine geplante Erweiterung der Römerhalle in Rißtissen – entgegen der Ankündigung, die im Rahmen des Ortstermins der CDU-Fraktion vor wenigen Wochen ausgesprochen worden war.

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