Kreistag Am Montag Entscheidung über den Müll

Ehingen/Ulm / swp 20.10.2018

Der Alb-Donau-Kreis soll zum 1. Januar 2023 sämtliche Aufgaben der Abfallwirtschaft übernehmen. Über diese Empfehlung, die der Ausschuss für Technik und Umwelt Ende September mit 14 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen beschlossen hat, stimmt der Kreistag in seiner öffentlichen Sitzung am kommenden Montag im Landratsamt in Ulm ab. Eine Grundsatzentscheidung, sagt Landrat Heiner Scheffold, der keinen Hehl daraus macht, dass er die gesamte Abfallwirtschaft und damit auch das Einsammeln und Wegfahren des Mülls am besten beim Kreis aufgehoben sieht. Erwartet wird, dass der Kreistag diesem Vorschlag zustimmt, haben doch CDU, Freie Wähler, SPD und Grüne jeweils ein Ja signalisiert.

Eine Umfrage bei allen 55 Kommunen im Kreis hat allerdings ergeben, dass die Stimmung dort praktisch geteilt ist: 30 Gemeinden wollen die Zuständigkeit fürs Einsammeln und Wegfahren behalten, 25 plädieren für, diese an den Kreis zurückzugeben.  Auch im Raum Ehingen zeigt sich das Hin und Her: Ehingen, Emeringen, Grundsheim, Hausen am Bussen, Oberdischingen, Öpfingen, Unterstadion und Unterwachingen wollen ihre Müllabfuhr weiter selbst organisieren, Allmendingen,. Altheim, Emerkingen, Lauterach, Munderkingen, Obermarchtal, Oberstadion, Rechtenstein, Rottenacker, Schelklingen und Untermarchtal setzen auf den Kreis.

Stimmt der Kreistag am Montag zu, soll für jede der 55 Gemeinden eine Ist-Analyse erfolgen: Verträge, Laufzeiten, Gebühren, Systeme, Wertstoffhöfe und so weiter. Anschließend werden Themen vom Restmüll über Wertstoffsammlungen bis zur Biomülltonne in Projektgruppen bearbeitet. Dazu finden Workshops statt, in die sich auch die Gemeinden einbringen sollen. 

Bericht zur Suche nach atomarem Endlager

Kreistag Auf der Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Kreistags am Montag im Landratsamt in Ulm steht auch ein Bericht zum Stand des Verfahrens bei der „Standortsuche für ein Endlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfallstoffe“. Das hat damit zu tun, dass der Alb-Donau-Kreis (wie berichtet) zunächst einmal zu dem Bereich gehört, in dem nach dem bestgeeigneten Standort gesucht wird, und die Kreisverwaltung diesen von einer neu gegründeten Bundesgesellschaft für Endlagerung geleiteten Prozess von Anfang an beobachtet.

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