Entscheidung Allmendingen gibt Müll an den Kreis weiter

Die Kommunen im Landkreis debattieren über die Abfallentsorgung.
Die Kommunen im Landkreis debattieren über die Abfallentsorgung. © Foto: Volkmar Könneke
Allmendingen / WALTER KNEER 26.07.2018
Der Landkreis soll von 2023 die Abfallentsorgung in der Gemeinde regeln. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Der Gemeinderat Allmendingen hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mehrheitlich beschlossen, die Verantwortung in der Abfallentsorgung ab dem Jahr 2023 auf den Alb-Donau-Kreis zu übertragen. Die Entscheidung fiel ohne weitere Diskussion bei einer Gegenstimme von Gemeinderat Michael Schach. Bürgermeister Florian Teichmann erläuterte die Vorteile für die Gemeinde: „Wir sparen Personal, das bisher für die Abfallaufgaben eingesetzt wird und nun für andere wichtigen Aufgaben frei wird.“ Außerdem werde es immer schwieriger, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und umzusetzen, sagte der Bürgermeister. Jährlich würden in der Allmendinger Kämmerei rund 2200 Müllbescheide ausgestellt. Ob und in welcher Weise die bestehenden Einrichtungen wie Recyclinghof, Grüngutanlieferung oder Sammelcontainer in der Gemeinde dann Bestand haben werden, werde der Landkreis mit seinem Konzept festlegen, sagte Teichmann weiter.

Neue Wickelstationen

Die Gemeinderatssitzung ging relativ schnell über die Bühne, obwohl eine umfangreiche Tagesordnung vorlag. Bürgermeister Teichmann informierte zu Beginn den Gemeinderat, dass fünf öffentliche Wickelstationen in der Gemeinde eingerichtet wurden, so im Bürgerhaus und den Sporthallen der Gemeinde. Diese Wickelstationen könnten von Müttern mit Kleinkindern bei Bedarf benützt werden.

Kosten für Kindergärten

Rund 1,5 Millionen Euro kostet die Unterhaltung des Kinderhauses Don Bosco und der gemeindeeigenen Kindergärten, Don Bosco, St. Maria und „Lube“ in Weilersteußlingen. Nach Abzug von Zuschüssen vom Land und der katholischen Kirchengemeinde und der Elternbeiträge verbleiben bei der Gemeinde rund 900.000 Euro an Kosten für das Jahr 2017. Der Deckungsgrad beläuft sich auf 18 Prozent, sagte Bürgermeister Teichmann auf Anfrage der Freien Wähler.

Baur ist auch Standesbeamtin

Die neue Hauptamtsleiterin der Gemeinde, Ulrike Baur, die zum 1. August ihre Tätigkeit in der Gemeinde aufnimmt, wird nach  dem Beschluss des Gemeinderats zur Standesbeamtin berufen. Eine Änderung der Satzung über die Benutzung von Obdachlosen und Flüchtlingsunterkünften beschlossen die Räte einstimmig. Grund der Änderung ist es, dass die Gemeinde zukünftig über zwei weitere Wohnungen für diese Zwecke verfügt. Zum einen in Allmendingen in der Ehinger Straße. Hier steht nun das ganze Haus zur Unterbringung zur Verfügung, da der bisherige Mieter im Obergeschoss die Wohnung gekündigt hat. Hinzu kam auch die Wohnung im Rathaus in Schwörzkirch. Somit verfügt die Gemeinde im Ganzen über sechs Unterbringungsmöglichkeiten. Die Benutzungsgebühr in Höhe von 2,85 Euro pro Quadratmeter wurde ebenfalls durch die Satzungsänderung neu geregelt.

Neue Wasserleitung

Das Wohngebiet auf der Lichse bekommt eine neue Wasserleitung. Ingenieur Markus Wiehl vom Büro Funk erläuterte die Baumaßnahme und die eingegangenen Angebote. Der Rat beschloss, die Arbeiten im Tiefbau an die Firma Hämmerle aus Schemmerhofen zum Preis von 132.000 Euro sowie die Installationsarbeiten an die Firma Haupt aus Allmendingen zum Preis von 30.321 Euro zu vergeben.

Neue Fenster für das Rathaus

Eine weitere Entscheidung traf der Gemeinderat über die Lieferung und den Einbau der Fenster und Türen im Rahmen der Sanierung des „Alten Rathauses“. Architektin Christine Baumbast-Neher erläuterte die vier eingegangenen Angebote. Hier erhielt die Firma Stocker aus Uttenweiler den Zuschlag zum Preis von 70 269 Euro – gerade mal um 150 Euro günstiger als das nächstfolgende Angebot. Die Xaveriusstraße im Gewerbegebiet erhält einen neuen Belag, der bis zur Firma Getränke Fuchs reichen wird und dabei an die örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. Die Arbeiten wird die Firma Heim zum Preis von 33.600 Euro ausführen.

Werbung für den FiZ-Bus

Fünf Baugesuche lagen dem Gemeinderat vor, die alle Zustimmung fanden. Ortsvorsteher und Gemeinderäte sollen doch in den Teilorten Werbung für den FiZ-Bus am Wochenende machen, bat Bürgermeister Florian Teichmann. Zum 25-jährigen Bestehen gibt es einen Buslinienverkehr für Besucher des Festes aus den Teilorten.

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