Alb Albverein und Gemeinden diskutieren neue Wegweiser

Helmut Bloching, Alfred Springer und Emil Renner (von links) bringen im Wald bei Granheim Schilder an. Noch gibt es für Besinnungsweg und Albvereinsweg zweierlei Wegweiser, künftig soll es einen geben.
Helmut Bloching, Alfred Springer und Emil Renner (von links) bringen im Wald bei Granheim Schilder an. Noch gibt es für Besinnungsweg und Albvereinsweg zweierlei Wegweiser, künftig soll es einen geben. © Foto: Archiv/Hacker
Ehingen/Ulm / ANDREAS HACKER 14.08.2014
Ein Jahr nach dem Ja des Kreistags zur Wanderkonzeption bereitet der Alb-Donau-Kreis die Umsetzung vor. Unterstützt von einem Fachbüro geht es mit Albverein und Gemeinden um Schilder und Standorte.

In drei Informationsveranstaltungen mit Vertretern des Schwäbischen Albvereins in der Region hat der Alb-Donau-Kreis mit der Umsetzung der vor einem Jahr vom Kreistag beschlossenen Wanderkonzeption begonnen. "Jetzt läuft die konzeptionelle Arbeit", sagt Wolfgang Koller, der Leiter des für die Tourismusförderung zuständigen Fachdienstes Ländlicher Raum und Kreisentwicklung beim Landratsamt in Ulm. Koller und Hanns Ulrich Zander von der Tourismusförderung wollen sich dabei intensiv mit den Wegwarten in den Ortsgruppen des Albvereins und den einzelnen Gemeinden austauschen, zuletzt gab es Anfang August dazu ein Treffen im "Adler" in Oberstadion.

Wie berichtet, kostet die Wanderkonzeption rund 160 000 Euro, die sich Kreis und Gemeinden teilen. Sie ist Ergebnis einer vor allem vom Tourisverband Schwäbische Alb (SAT) ausgelösten Debatte um die Neubeschilderung der Wanderwege und deren Qualität. Ziel ist, die Fernwanderwege, aber auch ausgesuchte Themen- und Prädikatswege wie die vom Kreis ausgesuchten "26 Traumpfade zwischen Alb und Donau" einheitlich zu beschildern und die Wegweiser mit Informationen zu versehen, die der Wanderer gut versteht. Als Grundlage dienen die vorhandenen Wege des Schwäbischen Albvereins, der im Alb-Donau-Kreis mit den Hauptwanderwegen 2, 5 und 7 gleich drei wichtige Verbindungen samt Zu- und Querwegen unterhält. Die Albvereinswege werden überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Mit Hans-Georg Sievers, der in Emmendingen seit 2007 ein Planungsbüro für Wandertourismus betreibt, hat der Alb-Donau-Kreis einen Fachmann beauftragt, der nach Angaben Kollers zuletzt im Raum Tuttlingen mit dem "Donaubergland" eine ähnliche Aufgabe gut gelöst habe. Der Diplom-Volkswirt war zuvor vier Jahre lang Mitglied in der Qualitätskommission beim deutschen Wanderverband und hat Erfahrung mit Qualitätskriterien für Wanderwege und -netze.

Die Bestandsaufnahme - das Abgehen der Wege und ihre Erfassung in digitaler Form - ist nach Angaben Kollers schon weit gediehen. Nun geht es um die Abstimmung, welche Wege neu beschildert werden, wo ausgedünnt werden kann und wo Wegverläufe korrigiert werden müssten. Für Ulrich Holtz von der Ortsgruppe Ehingen des Albvereins birgt das auch Chancen, Schilderwildwuchs auszulichten und Parallelwege zu vermeiden, die entstanden sind, weil Tourismusverbände und andere ihre Wege auf die Wege des Albvereins aufgesattelt haben. Auch Gerd Feucht, Gauwegewart im Donau-Bussen-Gau, sieht Positives: Wenn Wege, die inzwischen über viele Kilometer asphaltiert sind, rausfallen und zu Radwegen werden, sei das eine begrüßenswerte Straffung des Wanderwegenetzes.

Klar ist schon, wie beschildert wird: mit gelben Wegweisern und einem weißen Feld für ergänzende Informationen. Hier hat dann auch das Logo des Albvereins seinen Platz - für Karl-Heinz Juchems von der Ortsgruppe Allmendingen ein ganz wichtiges Element, damit der Albverein erkennbar bleibt.

Vereinbart ist, dass der Kreis die Schilder beschafft und die Bauhöfe der Gemeinden in Abstimmung mit den Wegwarten des Albvereins sie aufstellen - möglichst alle an einem Pfosten aus Aluminium. An dem könnten dann die Gemeinden - ergänzend und farblich abgestimmt in Grün - die Hinweisschilder auf ihre Rundwege anbringen. Es wird Sommer 2015, schätzt Koller, bis die Schilder bestellt werden können. Bis Ende 2015 soll die Wanderkonzeption dann umgesetzt sein.

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