"Weitere Gespräche über die Schule"

BERNHARD RAIDT 22.05.2014
Zu den Kommunalwahlen am Sonntag tritt die CDU in Schelklingen als stärkste Fraktion an. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Heinz Zeiher schildert die Meinung seiner Partei zu wichtigen Themen der Stadt.

Die Haushaltslage der Stadt ist schlecht. Was muss nach Meinung der CDU getan werden, um die Schelklinger Finanzlage zu verbessern?

HEINZ ZEIHER: Wenn die konjunkturelle Lage und die Entwicklung weiterhin so gut bleibt, erhält die Stadt Schelklingen erhöhte Einnahmen aus der Einkommensteuer. Das sollte etwas helfen. Gleichzeitig nützt es uns, wenn die Kreisumlage stabil bleibt. Wir sollten zudem die Möglichkeit prüfen, weitere Gewerbegebiete zu schaffen. Wichtig ist es außerdem, weitere Bauplätze im Stadtgebiet auszuweisen. Zudem müssen wir in Schelklingen offensiv nach Einsparmöglichkeiten suchen. Dazu bietet die Haushaltsstrukturkommission eine gute Möglichkeit.

Ein immer wieder auftauchendes Thema in Schelklingen ist die schlechte Stimmung im Gemeinderat. In der Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister hakt es immer wieder. Was muss sich nach Meinung Ihrer Fraktion ändern?

ZEIHER: Sicher ist dies immer schon ein Thema. Ich denke aber, durch eine sachliche Diskussion innerhalb des Gemeinderats können die Stadträte auch ohne Streit etwas für Schelklingen erreichen. Grundsätzlich geht es doch um die Sache und nicht um Eitelkeiten der Einzelnen.

Welche Ziele verfolgt Ihre Fraktion in Sachen Schule? Wie sehen Sie die langfristige Zukunft der Heinrich-Kaim-Schule?

ZEIHER: Entscheidend ist die Schulpolitik des Landes. Von der sind wir abhängig. Hier wird sich 2016 durch die neue Landesregierung Grundlegendes ändern. Wir müssen die Heinrich-Kaim-Schule attraktiv halten. Dies tun wir auch, allein 2014 investiert die Stadt 500 000 Euro in die Schule. Ich möchte aber eines grundsätzlich betonen: Wir von der Schelklinger CDU werden nach der Wahl mit dem neuen Gemeinderat in Allmendingen weitere Gespräche bezüglich der Schulentwicklung aufnehmen.

Umweltbelastungen, speziell durch Staub, waren zuletzt ein größeres Thema in Schelklingen. Welchen Weg will die CDU dabei nach der Wahl einschlagen?

ZEIHER: Grundsätzlich ist es beim Thema der Staubwolke, die um die Jahreswende in Schelklingen niederging, ja so, dass bereits ein Ergebnis vorliegt, um welchen Stoff es sich dabei gehandelt hat. Die Behörden müssen sich allerdings vorwerfen lassen, dass der Zeitraum zwischen dem Vorfall und der Information darüber zu lange war. Hier fehlt einfach die Transparenz. Wir von der CDU denken, es wäre im Übrigen auch besser gewesen, die vom Staub geschädigten Bürger zu einem Infogespräch einzuladen.

Was soll nach Meinung der CDU in der Stadt getan werden, um den Tourismus zu fördern, Schelklingen attraktiver zu machen und Leerstände zu beheben?

ZEIHER: Hier ist in erster Linie der geplante Bau des Infozentrums am Hohlen Fels zu nennen. Dieses Infozentrum ist dringend notwendig, vor allem, wenn der Hohle Fels wie vorgesehen in den nächsten Jahren zum Weltkulturerbe ernannt wird. Wichtig ist auch eine Kooperation mit den Schelklinger Partnergemeinden, um den Tourismus in der Stadt anzukurbeln. Wir müssen das Mittelzentrum Schelklingen aktivieren und mit Leben füllen. Dazu gehört es, 2015 einen neuen Antrag für die Stadtkernsanierung zu stellen. Wir von der CDU sind auch sehr dafür, das Dorfentwicklungsprogramm in den Teilorten voranzutreiben. Insgesamt ist aber zur Situation Schelklingens auch zu sagen: Man kann auch mit wenigen Mitteln sinnvoll umgehen und damit einiges erreichen. Das zeigt sich doch etwa schon am Blumenschmuck in der Stadt, der das Gesamtbild wirklich verbessert hat.

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