Rißtissen "Unser Dorf hat Zukunft"-Wettbewerb ohne Rißtissen

Rißtissen / JULIA-MARIA BAMMES 30.01.2014
Soll Rißtissen sich an dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligen? Die Frage warf der Ortsvorsteher auf. Das Gremium sagte letztlich Nein.

Mit solch einem Wettbewerb könne man im Ort was bewegen, sagte Ortsvorsteher Siegfried Hummel, nachdem er dem Ortschaftsrat vorgeschlagen hatte, dass Rißtissen sich an "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligen könnte. Die aktuelle Runde dauere von 2013 bis 2016. Nicht ein Preis oder eine Auszeichnung seien das Ziel, sondern die Entwicklung des Orts. 2001 hatte der Ortschaftsrat jedoch den Beschluss gefasst, sich in den kommenden zehn Jahren nicht mehr an dem Wettbewerb, der früher "Unser Dorf soll schöner werden" hieß, zu beteiligen. Grund: Die Jury hatte festgestellt, dass es an einer konkreten Zielvorstellung mangle, wohin sich der Ort entwickeln könne. Eine Ortsmitte fehle, ebenso eine ausreichende Unterstützung durch die Stadt Ehingen. "Um im Ort was zu machen, brauchen wir die Umgehung", sagte der Ortsvorsteher.

"Wir sind ja auf dem Weg", sagte Markus Stirmlinger und nannte als Beispiele dafür das Rißtalcenter der Firma Schreiner und die Bauplätze entlang der Ehinger Straße. Thomas Schreiner meinte, dass das kulturelle Angebot nicht zu klein sei. Und auch der Wasserturm sei etwas Besonderes - wenn auch die Meinungen über das Bauwerk auseinander gingen. Wenn es Zuschüsse gebe, sei das sicher für einige interessant, meinten Michael Nilius und Thomas Schreiner. Markus Stirmlinger gab zu bedenken: "Man braucht ein Jahr, um Ziele zu formulieren."

Der Termin sei zwar ungeschickt, sagte Hummel. "Aber was verbauen wir uns, wenn wir Interesse anmelden?", fragte der Ortsvorsteher. Damit mache man "die Leute schalu", befand Ralf Glöggler. Letztlich stimmten nur der Ortsvorsteher, Johannes Braun und Michael Nilius dafür, bei der Stadtverwaltung Interesse an dem Wettbewerb zu bekunden. So wird die aktuelle Runde von "Unser Dorf hat Zukunft" ohne Rißtissen über die Bühne gehen.