Emerkingen "Schiff ahoi" nach Noten

Emerkingen / DORIS MOSER 17.12.2012
Auf eine erlebnisreiche Reise lud die Musikkapelle Emerkingen rund 400 Besucher bei ihrem Jahreskonzert ein. Von der Arche Noah bis zur Titanic spielten Schiffe eine Rolle. Die Akteure waren in Bestform.

Das Jahreskonzert der Musikkapelle Emerkingen verspricht stets einen besonderen Genuss und die etwa 400 Besucher in der stilvoll geschmückten Römerhalle kamen auch diesmal auf ihre Kosten. Vorsitzender Roland Lang kündigte unter dem Motto "Schiff ahoi" ein interessante Reise an und versprach damit nicht zu viel. Mit intensiven Proben hatten sich die mehr als 100 kleinen und großen Musiker zusammen mit ihrem Dirigenten Gerhard Schlecker auf das Konzert vorbereitet.

Die erste Etappe legte das Jugendvororchester mit zwei Stücken zurück und zeigte mit "Spirit of the Music" und "Wickie", was bereits gelernt wurde. Herzlicher Applaus und der Wunsch nach einer Zugabe war den jungen Akteuren sicher.

Dass es dem Musikverein um seine Zukunft nicht bange sein muss, bewies eindrucksvoll die Jugendkapelle. Mit Elan und Spielfreude intonierte das gut besetzte Orchester gekonnt die drei Stücke "Conquest of Paradise", "Where the River flows" und "Flight of Valor" und verwöhnte das Publikum mit Ohrenschmaus, dem eine Zugabe folgen musste.

Mit dem "Stockholmer Wasserfestival" setzte die Musikkapelle die Reise auf frischer Fahrt fort. "Schiff Ahoi" hieß es auch mit dem Titanic-Medley, das mit intensivem Spiel die dramatische Geschichte des Ozeanriesen beschrieb. Aufwühlende Musik berichtete von der Kollision des Schiffs mit dem Eisberg, mit zarten und romantischen Melodien war die anrührende Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose eingebunden in das insgesamt imposante Musikwerk, das mit viel Applaus bedacht wurde.

Auch die Geschichte der Arche Noah, die ein kleines Holzboot an der Stirnseite der Bühne symbolisierte, füllte die Halle mit Klangfülle und Dynamik. In vier Sätzen beschrieb der Komponist Bert Appermont die biblische Geschichte über Noah, den Gott aussandte, um mit seiner Arche die Artenvielfalt der Erde vor der herannahenden Sintflut zu retten. Auf eindrucksvolle Weise beschrieben die Instrumente die Parade der Tiere auf das Schiff, die tosende See und der brausende Sturm. Die sanften Töne am Schluss beinhalteten die Botschaft "Alles ist gut" und Noah verließ mit Menschen und Tieren die Arche.

Nach den Ehrungen (siehe Info-Kasten) ging es auf eine wilde Fahrt mit dem Ziel "Fluch der Karibik", das Publikum erlebte eine temperamentvoll intonierte abenteuerliche Verfolgungsjagd, bei der ein tollpatschiger Kapitän eine wichtige Rolle spielt. Nach so viel Musikgenuss wollte das Publikum noch mehr hören und so erklang als Zugabe passend zum Motto des Abends der flotte Marsch "Unter der Admiralsflagge" und als zweites Stück der Choral "Näher mein Gott zu Dir", der auch beim Untergang der Titanic von einigen dem Unheil trotzenden Musikern gespielt wurde. Daniela Fiderer führte die Besucher charmant durch das Programm, das dem Publikum fast drei Stunden Musikgenuss bescherte.

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