Am besten war es in der Kranabnahme, erzählt ein Schüler beim Abschlussgespräch. Und sagt auch warum: Er hat selber den Kran fahren dürfen. Der Schüler war einer von 26, die bei Liebherr in Ehingen bei "Mitmachen Ehrensache" gearbeitet und ihren Lohn gespendet haben. Nach Informationen über die Ausbildung bei Liebherr waren sie in verschiedenen Abteilungen - von der Endmontage bis zu Bürojobs in der Personalabteilung, im Vertrieb oder im Einkauf. Sie haben dabei wirklich mitgeschafft und nicht nur zugeschaut, wie sie berichteten. Am Ende erhielten sie von Betreuerin Annika Ried eine Teilnahmebescheinigung, die auch bei einer späteren Bewerbung hilfreich sein könne.

Das sieht bei Tries Ausbildungsleiter Karlheinz Walter auch so. Mit Patrick Herzog, Stefan Falch und Fabian Heitele waren gestern drei Realschüler aus Ehingen, Obermarchtal und Unterstadion in der Ventilmontage und haben Dichtsätze zusammengefügt. Dass sie sich beteiligen, sei klar gewesen, sagen die Drei ganz im Sinn des Tagesthemas: Mitmachen sei Ehrensache. Für Alexander Kucharski aus Kirchbierlingen gab es im Magazin bei Sappi eine zur Jahreszeit passende Aufgabe: Er hat Weihnachtskarten kuvertiert und so abgezählt, wie sie die Abteilungen für ihre Glückwünsche zum Fest bestellt haben.

Zum zehnten Mal beteiligte sich der Alb-Donau-Kreis gestern an der landesweiten Aktion zum internationalen Tag des Ehrenamts. Rund 1000 Acht- und Neuntklässler beteiligten sich im Kreis und jobbten für den guten Zweck. Zu Stundenlöhnen von mindestens fünf Euro gingen sie einen Tag arbeiten und spenden ihren Lohn für verschiedene Jugendprojekte im Kreis. Zufrieden mit dem Verlauf war gestern Kreisjugendpfleger Thomas Laengerer. Er rechnet damit, dass etwa das Vorjahresergebnis erreicht wird. 2013 kamen rund 40 000 Euro zusammen, die auf 50 Jugendprojekte verteilt wurden. Die Bilanz des diesjährigen Tages kann das Sozialdezernat des Kreises erst 2015 ziehen. Zumal sich Jugendprojekte noch bis 31. Januar um Fördergeld bewerben können: Telefon: (0731)185-4372.