Schelklingen "Keine Gefahr für Gesundheit und Umwelt"

SWP 14.05.2014
Ungefährlich für Mensch und Umwelt waren laut den Behörden die Staubwolken, die zum Jahreswechsel in Schelklingen für Aufregung gesorgt hatten.

Die wichtigste Nachricht in der gemeinsamen Erklärung des Polizeipräsidium Ulm, der Stadt Schelklingen und das Regierungspräsidiums Tübingen: "Die im Bereich Schelklingen gefundenen Staubniederschläge stellen keine Gefahr für die Gesundheit und die Umwelt dar." Das dürfte die Schelklinger beruhigen, hatten doch besagte Niederschläge zum Jahreswechsel in der Stadt für Aufregung gesorgt: Bürger hatten Angst um ihre Gesundheit, 61 stellten Anzeige: weil die Verkrustungen Autos, Dachfenster und Photovoltaikanlagen beschädigt hatten.

Die zweite Nachricht der Behörden: Es sei "kein Beweis" gefunden worden, dass die Firma Heidelberg Cement für die Freisetzung der Staubwolken verantwortlich war. Genau das aber hatten viele Schelklinger vermutet. Laut Mitteilung hat das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde für das Zementwerk nach den Staubniederschlägen einige Anlagenteile überprüft; unter anderem die Abgasprotokolle, die Emissionsquellen an den beiden Zement-Öfen und einige mehr. Eine Analyse der Ablagerungen durch das Landeskriminalamt (LKA) Stuttgart habe ergeben, das es sich dabei um reines Calciumcarbonat handelt - um Kalkstein. Laut LKA könnten in Schelklingen Vorläuferprodukte von Kalkstein, Branntkalk oder gelöschter Kalk, freigesetzt worden sein. Auf eben diese Stoffe sei anschließend die Anlage geprüft worden: Zwar werde dort gelöschter Kalk verwendet, allerdings sei die eine der beiden in Frage kommenden Quellen im fraglichen Zeitraum außer Betrieb gewesen, bei der anderen könne aufgrund der baulichen Situation nichts unbemerkt nach draußen gelangen.

Auch die Abgasfahne, die später "aufgrund ungünstiger Witterung" über Schelklingen bemerkbar war, könne als Ursache für die Staubniederschläge zum Jahreswechsel ausgeschlossen werden. Dies wäre in den kontinuierlichen Messungen nachweisbar gewesen, so das RP. Die Behörde übergibt ihre Stellungnahme nun an die Staatsanwaltschaft Ulm, diese wiederum entscheidet, ob weiter ermittelt wird.