Steinzeit „Fund des Jahres“ aus dem Hohlen Fels

Schelklingen/Blaubeuren / ben 21.07.2018

Momentan finden wieder Ausgrabungen im Weltkulturerbe Hohler Fels in Schelk­lingen statt. Mit der Venus von Schelklingen, der Geierknochenflöte, dem Wasservogel und anderen Entdeckungen sind dort  bahnbrechende Funde gemacht worden, die ein neues Licht auf die kulturelle Entwicklung der Menschheit werfen.

Jetzt wird in der kommenden Woche ein neuer „Fund des Jahres“ aus dem Hohlen Fels präsentiert. Professor Nicholas Conard, Leiter der Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen, zeigt den eindrucksvollen Fund am kommenden Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren.

Wohlgemerkt – es handelt sich um einen Fund der Grabungskampagne des Vorjahres. Die Stücke, die in diesem Jahr im Hohlen Fels gefunden werden, müssen erst noch wissenschaftlich erfasst und ausgewertet werden. Und um was handelt es sich beim „Fund des Jahres“? So viel ist aus der Pressemitteilung des Museums zu erfahren: Es ist ein seltenes Knochenartefakt aus der Altsteinzeit. Mammutknochen seien in dieser Zeit häufig im Alltag als Werkzeug genutzt worden. Da die fetthaltigen Knochen aber auch ein guter Ersatz für das in der Eiszeit knappe Brennholz waren, sind große Knochen relativ selten erhalten geblieben.

„Nun gibt ein neuer Fund, geborgen aus der Welterbe-Höhle Hohler Fels, einen spannenden Einblick, wie solche Knochen den ersten modernen Menschen in Europa hilfreich gewesen sein könnten“, schreibt das Urgeschichtliche Museum.

Das gezeigte Ausgrabungsstück wird dann vom 26. Juli an als „Fund des Jahres“ im Urgeschichtlichen Museum für die Öffentlichkeit ausgestellt, heißt es in der Mitteilung.

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